Vietnam holt Hardware-Produzenten ins Land
Der taiwanische Auftragsfertiger Compal Electronics will künftig bis zu 500.000 Notebooks pro Monat in Vietnam fertigen lassen. Auch Asustek Computer soll bereits Interesse am Aufbau einer Produktionstätte in dem südostasiatischen Land bekundet haben.
Der taiwanische Auftragsfertiger Compal Electronics will künftig bis zu 500.000 Notebooks pro Monat in Vietnam fertigen lassen. Das Unternehmen, das mit einem Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden US-Dollar zu den größten ODM-Herstellern (Original Design Manufacturer) im Notebook- und PDA-Segment gehört, investiert dafür 30 Millionen US-Dollar in eine neue Fertigungsanlage, die Ende 2009 die Produktion aufnehmen soll.
Vietnam, dessen Wirtschaftskraft bislang vor allem von der Ölförderung, Reis- und Kaffeeexporten sowie der Produktion von Schuhen und Textilien bestimmt ist, versucht derzeit verstärkt, ausländische Hightech-Unternehmen über Steuervergünstigungen für eine Ansiedlung im südostasiatischen Land mit rund 86 Millionen Einwohnern zu gewinnen. Taiwanischen Medien zufolge soll auch Asustek Computer bereits Interesse am Aufbau einer Produktionstätte in Vietnam bekundet haben.
Compal-CEO Ray Chen erhofft sich von der Fertigung in Vietnam nicht nur Kosteneinsparungen von drei bis fünf Prozent, auch die Verschiffungsrisiken sollen dadurch verringert werden. Seine Angaben zufolge werden 85 Prozent der weltweiten Notebook-Auslieferungen derzeit über die Shanghai-Region abgewickelt. Compal will allein in diesem Jahr rund 20 Millionen Notebooks absetzen. In den ersten sieben Monaten lieferte das Unternehmen rund zehn Millionen Geräte aus und erwirtschaftete einen Umsatz von 5,17 Milliarden Euro.