SAS-Börsengang soll Mitarbeiter bei der Stange halten

Das weltgrößte private Softwarehaus, das SAS-Institut, plant nach Aussage seines Chefs Jim Goodnight in 12 bis 18 Monaten den Gang an die Börse.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Das weltgrößte private Softwarehaus, das SAS-Institut, plant nach Aussage seines Chefs Jim Goodnight in 12 bis 18 Monaten einen Börsengang. AP zitiert den SAS-Chef und -Mitbegründer mit dem Ausspruch, die Firma brauche eigentlich nicht das Geld aus einem Aktienverkauf, aber so ein Schritt bringe Aufmerksamkeit und helfe, die Mitarbeiter bei der Stange zu halten. Das Institut konnte seine gute Position auf der "Executive Conference" der internationalen SAS-Usergroup auch mit einem Rekord-Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar für das Geschäftsjahr 1999 dokumentieren.

SAS, das seit 23 Jahren Software für die statistische Datenanalyse erstellt, beschäftigt heute 3.500 Mitarbeiter. Wie auch andere Softwarehäuser verliert das Unternehmen immer wieder wertvolle Spezialisten, die sich von Headhuntern mit Gratis-Aktienoptionen zu einem Arbeitsplatzwechsel ködern lassen. Die jährliche Fluktuation ist zwar mit vier Prozent geringer als im Branchendurchschnitt, SAS sieht aber dennoch Grund zum Handeln. "Die Dot-Coms picken sich wirklich die Rosinen bei uns raus", beklagte Goodnight die Aktivitäten der jungen Internet-Companies. Das Angebot von Mitarbeiter-Aktien nach dem Börsengang könnte SAS in die Lage versetzen, den Abwerbern Paroli zu bieten. (hps)