Artec stellt neuen Handscanner "Eva" vor
Mobiler Scanner soll in Echtzeit 3D Bilder erzeugen und setzt dabei auf das Verfahren "Structured Light". Vertrieben wird das Gerät über RSI, Antonius Köster und Visual Data.
(Bild:Â Artec)
Der neue mobile 3D-Scanner Eva der Artec Group ist ab sofort über Vertragshändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Zu den Händlern zählen das Systemhaus RSI, welches das Produkt bei einigen Demo-Terminen seinen Kunden vorstellen will, die Antonius Köster GmbH & Co. KG und die Visual Data Systems AG in der Schweiz. Erstmalig wurde der neue 3D-Scanner im Mai 2012 einem breiten Publikum präsentiert. Eva wiegt 850 Gramm und kann bequem transportiert werden. Das handgeführte Gerät ist nach Angaben des Herstellers ideal für Außenscans (zum Beispiel bei der Rekonstruktion von Autounfällen) oder für Objekte, die nicht transportiert werden können (wie Museumsexponate). Auch andere Einsatzgebiete wie Zahnradvermessung im Maschinenbau und viele mehr sind laut Artec denkbar.
Ein Scan soll nur wenige Minuten dauern und kombiniert die Tracking-Methoden über die Oberflächengeometrie und über die Farbunterschiede des Objekts. Auch eine Kombination aus beidem ist laut Hersteller möglich. Als Besonderheit verweist Artec auf die Technik seines Geräts. So setzt Eva keine Laser ein, sondern arbeitet mit einer Blitzbirne und einer Kamera. Der Blitz des Scanners erzeugt auf dem Objekt ein Lichtmuster, das von der Kamera aufgenommen wird ("Structured Light"). Durch die Form des Objekts entstehen Verzerrungen des Lichtmusters, die mit einer Software in ein 3D-Bild umgewandelt werden. Bewegt sich der Nutzer um das Objekt herum, wird das sich verändernde Lichtmuster von der Software erkannt und in ein Rundum-Modell umgewandelt.
Darüber hinaus soll das Gerät bis zu 16 Bilder pro Sekunde liefern und eine Auswahl davon zu einem "3D-Bild" in Echtzeit formen. Artec gibt an, dass die Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 288.000 Punkten pro Sekunde erfasst und gleichzeitig verarbeitet werden. Damit wäre Eva um das Dutzendfache schneller als ein Laserscanner. Laut Hersteller ist es nicht nötig, den Scanner zu kalibrieren, dennoch soll er bis zu 0,1 mm genau arbeiten und über eine Auflösung bis zu 0,5 mm verfügen. (roh)