US-Unternehmen will Entscheidung über Frequenzzuteilung einklagen
M2Z Networks hat vor 15 Monaten 25 MHz Spektrum bei der Aufsichtsbehörde FCC beantragt, um einen kostenlosen Internetzugang anbieten zu können. Eine Entscheidung darüber ist bis heute nicht gefallen.
Das US-amerikanische Unternehmen M2Z Networks, das 95 Prozent der US-Bevölkerung mit freien, drahtlosen Internetzugängen versorgen will, plant eine Klage gegen die Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC). M2Z hat nach eigenen Angaben vor 15 Monaten einen Antrag auf Zuteilung von Spektrum gestellt, doch sei bisher eine Entscheidung ausgeblieben, heißt es in einer Mitteilung (PDF-Datei). Nach Abschnitt 7 des Communication Act müsse die FCC aber innerhalb eines Jahres über eine Lizenzzuteilung befinden, wenn ein Antrag in öffentlichem Interesse gestellt wird.
Der Markt für Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge werde in den USA von wenigen Telekommunikationsfirmen und Kabelnetzbetreibern beherrscht, schreibt M2Z in seiner Selbstdarstellung. In den meisten Gegenden stünden den Verbrauchern höchstens zwei Provider zur Auswahl. Dies führe zu hohen Preisen, schlechtem Service und langsamer technischer Weiterentwicklung. Um innerhalb von zehn Jahren landesweit ein drahtloses Breitband-Netz anbieten zu können, hat M2Z Spektrum im Bereich 2155 bis 2175 MHz beantragt. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten soll die FCC diese nicht nach einer Versteigerung übergeben. Im Gegenzug würde M2Z 5 Prozent des Umsatzes an das Finanzamt abführen.
Das Geschäftsmodell von M2Z sieht einen drahtlosen freien Zugang mit 384 kBit/s Download und 128 kBit/s Updload vor. Dieser werde über Werbung finanziert. Daneben soll es auch einen kostenpflichtigen "Premium-Zugang" mit 3000 kBit/s geben. Während der kostenlose Zugang auf Netzwerkebene von "jugendgefährdenden Inhalten" gesäubert werden soll, würde der schnellere Anschluss ungefiltert bleiben. 50.000 Menschen sollen nach Angaben des Unternehmens bereits eine Petition zur Unterstützung unterschrieben haben. (anw)