Zope 3.2.0 freigegeben
Zope stellt ein in der Programmiersprache Python realisiertes Open-Source-Entwicklungs-Framework dar, mit dessen Hilfe komplexe objektorientierte Web-Applikationen implementiert werden können.
Das Zope-Entwicklerteam hat die neueste stabile Version des Zweigs 3 von Zope, Version 3.2.0, zum Download freigegeben. Zope ist kein Content Management System (CMS), sondern ein in der Programmiersprache Python realisiertes Open-Source-Entwicklungs-Framework, mit dessen Hilfe komplexe objektorientierte Web-Applikationen implementiert werden können. Es bringt einen Mini-Webserver und eine eigene objektorientierte Datenbank, ZODB, mit. Zu den beliebtesten Zope-Applikationen gehören das CMS Plone und die Wiki-Engine ZWiki.
Die wichtigste Änderung in Version 3.2.0 ist, dass der bisher eingesetzte Zope-eigene Webserver "ZServer" standardmäßig durch den mächtigeren Server des unter Python-Entwicklern schon seit langem populären Netzwerk-Frameworks Twisted ersetzt wurde. Das soll unter anderem die langfristige Unterstützung weiterer Protokolle wie IMAP erleichtern.
Ein typisches Problem in Web-Applikationen ist die Kodierung und Prüfung von Benutzerpasswörtern. Hierfür beispielsweise bringt Zope 3.2.0 einen "Password Manager" mit, der MD5- und SHA1-Verschlüsselung unterstützt. Für mehrsprachige Anwendungen kann Zope 3.2.0 über einen standardisierten URL-Parameter (etwa "++lang++ru" für Russisch) die vom Browser suggerierte Sprache eines Website-Besuchers übergehen.
Programmierer erhalten durch ein neues Browser-Objekt Hilfe beim Testen ihrer Applikationen. Es soll eine realistische Simulation der Nutzung von Zope-Anwendungen ermöglichen. Eine vollständige Liste der Änderungen in Zope 3.2.0 findet sich in den Release-Informationen.
Zope wurde im Versionszweig 3, der seit Oktober 2005 als stabil gilt, von Grund auf neu geschrieben. Zope 3 gilt als leichter zu installieren als der Vorgänger und soll durch eine neue Komponenten-Architektur zu einer einfacheren und logischeren Applikationsentwicklung beitragen. Es ist jedoch nicht abwärtskompatibel zu Version 2. (Erik Möller) / (jo)