QSC und Broadnet vereinbaren Umtauschverhältnis
Die beiden Netzbetreiber QSC und Broadnet haben sich über die Rahmenbedingungen der geplanten Verschmelzung geeinigt. Danach erhalten Broadnet-Aktionäre für 11 Anteilsscheine 12 Aktien der QSC.
Die Aufsichtsräte der Netzbetreiber QSC und Broadnet haben der Ende Januar beschlossenen Verschmelzung der beiden Unternehmen zugestimmt und sich auf ein Umtauschverhältnis für die Aktien geeinigt. Danach erhalten die Broadnet-Aktionäre für je 11 Broadnet-Papiere 12 Aktien der QSC AG (1 : 1,09). Das Umtauschverhältnis wurde anhand von Unternehmensbewertungen ermittelt, die in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfern erstellt wurden, teilte die QSC am gestrigen Montag mit.
Danach belaufe sich der Unternehmenswert auf 5,28 Euro pro Broadnet-Papier und 6,06 Euro für QSC-Aktie. Der durchschnittliche Börsenkurs während der drei Monaten vor Ankündigung der Verschmelzung lag bei 6,61 Euro für eine Broadnet-Aktie und 5,18 pro QSC-Aktie. Die beiden Unternehmen haben sich darauf verständigt, den jeweils höheren Wert in das Umtauschverhältnis einfließen zu lassen. Die gerichtlich bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG habe die Angemessenheit des Umtauschverhältnisses bestätigt. Der Entwurf des Verschmelzungsvertrags soll der ordentlichen Hauptversammlung der Broadnet AG am 23. Mai 2007 zur Zustimmung vorgelegt werden.
Der Netzbetreiber QSC hatte im Juni vergangenen Jahres die Mehrheit an dem Hamburger Provider Broadnet übernommen und im November 2006 weitere 24,8 Prozent der Broadnet-Anteile gegen eigene Aktien eingetauscht. Die Übernahme soll sowohl das eigene Netz als auch das Geschäft mit Firmenkunden stärken. Broadnet verfügt über ein eigenes SDSL-Netz mit nach eigenen Angaben 600 Hauptverteilern. Außerdem ist Broadnet einer der wenigen Anbieter, der Wireless Local Loop ("letzte Meile" per Funk) anbietet. Ende Januar gaben die Unternehmen dann die geplante Verschmelzung bekannt. QSC hatte im letzten Quartal 2006 erstmals einen Gewinn erwirtschaftet und will für das gesamte Geschäftsjahr 2007 schwarze Zahlen schreiben. (vbr)