OpenOffice erhält Plug-in-Schnittstelle
Das freie Office-Paket soll eine neue Schnittstelle erhalten, mit der es einfacher und schneller erweitert werden kann als bisher.
Die Entwickler von OpenOffice wollen die kommende Version 2.0.4 mit einer Plug-in-Schnittstelle versehen, die eine einfache und schnelle Erweiterung des freien Office-Paketes verspricht -- ähnlich wie bei Firefox, berichtet Charles-H. Schulz in seinem Blog.
Die neuen Plug-ins mit der Dateiendung .oxt können in verschiedenen Sprachen programmiert werden, die von "Starbasic bis Java" reichen sollen. Die Installation und Verwaltung der Erweiterungen werde durch neue Assistenten und Werkzeuge erfolgen, berichtet Schulz. Bislang lässt sich das Paket lediglich mit Zip- und Unopkg-Dateien erweitern. Das ist vergleichsweise kompliziert und trägt nicht gerade zu einem reichhaltigen Angebot an Erweiterungen bei – ein gehöriger Nachteil im Vergleich zum kommerziellen Konkurrenten aus dem Hause Microsoft. OpenOffice 2.0.4 soll gegen Ende des Monats erscheinen; der Release Candidate 2 (RC2) steht auf der Projekt-Website zum Download bereit.
Ein weiteres Ergebnis der Entwicklerkonferenz OOoCon 2006 in Lyon ist das Vorhaben, die Mozilla-Programme Thunderbird und Lightning in das Büropaket zu integrieren. Ein E-Mail-Client und PIM, wie ihn Microsoft Office mit Outlook mitbringt, fehlt dem Open-Source-Paket derzeit. Veröffentlichungstermine nannten die Entwickler allerdings nicht – ebenso wenig wie weitere Details über OpenOffice 3.0, außer dass es die Modularisierung vorantreiben und Frameworks wie Eclipse, Netbeans oder Mozillas XUL integrieren soll. (rek)