10 Jahre virtuelle Instrumente aus Berlin
Native Instruments, Pionier auf dem Gebiet virtueller Musikinstrumente, feierte an diesem Wochende in Berlin sein zehnjähriges Bestehen und zeigte nebenbei die neuesten Versionen seiner Software-Klangerzeuger.
In zeitlicher Nähe zur ebenfalls in Berlin abgehaltenen PopKomm feierte Native Instruments, Pionier auf dem Gebiet virtueller Musikinstrumente, an diesem Wochende sein zehnjähriges Bestehen - und zeigte neben dem Erstlingswerk GENERATOR von 1996 und weiteren Meilensteinen auch die neuesten Versionen seiner Software-Klangerzeuger.
Der Synthesizer MASSIVE ("Maximum Sonic Impact") arbeitet mit einem virtuell-analogen Konzept mit Wavescanning-Oszillatoren und einem ausgefeilten Filterdesign. Er soll ein enormes Sound-Spektrum bieten, das von brutalsten Bässen bis hin zu federleicht-fragilen Klängen reicht, und mit 420 von renommierten Musikern und Sounddesignern programmierten Presets besonders einfach zu bedienen sein. Für eine dynamische, interaktive Spielweise ideal sind die acht frei zuweisbaren "Macro-Regler" zur gleichzeitigen Steuerung mehrerer Parameter mit nur einer Bewegung (oder einem Dreh am KORE-Midi-Controller).
Der FM-Synthesizer FM8 ist wie sein Vorgänger FM7 dem legendären Yamaha DX7 nachempfunden - dank einer Lizenzvereinbarung mit Yamaha. Neu ist hier eine optimierte Audio-Engine mit einem "High-Quality-Modus", eine überarbeitete Bedienoberfläche, die grafische Sound-Morphing-Funktion für sich dynamisch verändernde Sounds, ein Arpeggiator und ein eingebautes Effekt-Rack.
Der Sampling-Synthesizer ABSYNTH liegt nun in der 4. Generation vor, mit neuen Features wie etwa der Wave-Morphing-Funktion und einer umgekrempelten, an den KORE-Controller angepassten Bedienoberfläche. Erweitert wurde auch der Drum-Sampler BATTERY, der mit über 100 akustischen und elektronischen Drum-Kits nunmehr auf 12 GByte Sample-Volumen kommt.
Besonderes Aufsehen erregte die virtuelle Hammond-Orgel B4 II - vor allem, weil sie der Jazz-Organist Tony Monaco vorführte. Die neue Version der virtuellen Orgel bildet das elektromechanische Original nun noch genauer und dichter nach - es fehlt nur noch der Geruch von Öl, staubigen heißen Elektronenröhren und Holz. Vor allem die Leslie-Simulation schien deutlich gewonnen zu haben, sie überzeugte selbst kritische Ohren.
Sämtliche Instrumente sind ab sofort zu einem Preis von je 299 Euro zu haben, das - Nomen est Omen - KOMPLETE-Paket mit insgesamt 12 Instrumenten und Effekten gibt es für 1299 Euro. (cm)