Sagem produziert neues Vodafone-Handy

Vodafone will seine Strategie, exklusiv für den Mobilfunkkonzern produzierte Handys unter dem eigenen Markennamen anzubieten, ausbauen.

vorlesen Druckansicht 24 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Jürgen Kuri

Vodafone will seine Strategie, Handys unter dem eigenen Markennamen anzubieten, ausbauen. Dazu wurde ein Abkommen mit dem französischen Handy-Hersteller Sagem geschlossen: Noch im Juni 2007 soll ein besonders dünnes Handy für GSM-Netze auf den Markt kommen, das exklusiv für Vodafone hergestellt und unter der Vodafone-Marke angeboten wird.

Vodafone hatte bereits Anfang vergangenen Jahres ein vergleichbares Abkommen mit dem chinesischen Ausrüster Huawei vereinbart, der dem weltweit operierenden Mobilfunkkonzern UMTS-Handys zuliefert, die nur bei Vodafone zu bekommen sind. Bis dahin hatten Handy-Hersteller und Mobilfunkbetreiber lediglich auf eine Co-Branding-Strategie gesetzt, wie sie heute noch in der Regel verfolgt wird: Einzelne Handys von Hersteller sind zwar mit dem Markennamen eines Mobilfunkanbieters und mit besonderen Funktionen für dessen Netz vorkonfiguriert verfügbar (Branding), werden aber nicht exklusiv für einen einzigen Netzbetreiber produziert. Im Unterschied dazu soll das Sagem-Gerät, wie zuvor die Huawei-Handys, nur bei Vodafone zu haben sein.

Das neue Sagem-Vodafone-Handy soll alle "hauptsächlichen GSM-Funktionen" und ein Display mit 65.000 Farben bieten. Das laut Vodafone "qualitativ hochwertige" und "erschwingliche" Gerät will der Konzern in allen Märkten anbieten, in denen er weltweit aktiv ist; nach Angaben gegenüber US-Medien ist es aber vor allem für die sich entwickelnden Märkte in Asien, Lateinamerika und Afrika gedacht. Weitere technische Details und finanzielle Einzelheiten über die Vereinbarung mit Sagem gab Vodafone nicht bekannt. (jk)