Stromausfall legt große Teile Indiens lahm
Ein Stromausfall von immensem Ausmaß hat am Dienstag weite Teile Indiens lahmgelegt, nachdem bereits am Montag der Nordwesten des Landes für mehrere Stunden ohne Strom auskommen musste.
Ein Stromausfall von gigantischen Ausmaßen hat am Dienstag weite Teile Nordindiens lahmgelegt. Das berichtet unter anderem die Times of India und spricht von rund 670 Millionen Betroffenen. Insgesamt seien drei Hochspannungsnetze zusammengebrochen, die mehr als 20 Bundesstaaten verbinden. Ein Netz im Norden des Landes hatte der Last bereits am Montag nicht standgehalten, nun seien auch Netze im Osten und Nordosten hinzugekommen. Die zuständige staatliche Powergrid Corporation arbeitet nach eigener Aussage bereits an der Wiederherstellung der Stromversorgung und vermeldet dabei erste Erfolge.
Von dem ersten großen Stromausfall am Montag waren bereits mehr als 300 Millionen Menschen betroffen. Grund war offenbar die durch das heiße Wetter und zahlreiche Klimaanlagen zu große Nachfrage in einigen Bundesstaaten, die das Netz überlastete. Der genaue Auslöser wurde aber noch nicht gefunden. Vergleichsweise schnell sei es Powergrid aber gelungen, die Stromversorgung wieder herzustellen, berichtet die Hindustan Times. Beim letzten großen Ausfall im Jahr 2001 habe das noch bis zu 24 Stunden gedauert. Mit den dabei gemachten Erfahrungen konnte man aber bereits den USA bei dem großflächigen Stromausfall im August 2003 helfen, habe Energieminister Sushilkumar Shinde am Dienstag erklärt.
Am sichtbarsten von dem Stromausfall betroffen war laut den Medienberichten vor allem der öffentliche Nah- und Fernverkehr, mit vielen stehengebliebenen Zügen. In Delhi wurde der U-Bahn-Verkehr ausgesetzt. Mumbai und Bangalore, die zweit- und drittgrößten Städte Indiens und wichtigen Zentren für die IT-Industrie waren von dem Stromausfall nicht betroffen. (mho)