Deutsche Oracle-Kunden bevorzugen VMwares Virtualisierung
Deutsche Oracle-Nutzer verwenden für die Servervirtualisierung nach wie vor lieber das Produkt von VMware als Oracles Alternative. Das ergab eine Umfrage der Anwendervereinigung DOAG.
- Christian Kirsch
Wie bereits Ende 2010 befragte die Deutsche Oracle-Anwendergruppe (DOAG) auch in diesem Jahr wieder ihre Mitglieder zum Thema Virtualisierung. Diesmal trudelten jedoch nur 212 Antworten ein, rund halb so viele wie vor zwei Jahren.
Weitgehend gleich blieb jedoch die Vorliebe der Antwortenden für die Servervirtualisierung ESX Server von VMware, die 62 Prozent nutzten. Oracles VM kam auf 22 (x86) und magere 3 Prozent (SPARC). 2010 hatten noch 80 Prozent der Befragten den ESX Server eingesetzt.
Immer noch groß ist die Unzufriedenheit mit Oracles Lizenzpolitik: 72 Prozent wünschen sich eine Änderung der Regelungen bezüglich VMware. 2010 waren es noch 90 Prozent gewesen. Versuche der DOAG, in Gesprächen mit Oracle eine Änderung zu erreichen, blieben jedoch erfolglos. Während Kunden unter anderem bei VMwares ESX Server Lizenzen für sämtliche im Rechner oder Cluster vorhandenen CPUs erwerben müssen, berechnet Oracle beim Einsatz der eigenen VM nur die einer Virtuellen Maschine fest zugewiesenen Prozessoren.
Oracles Slogan "engineered to work together" (etwa: "Gebaut, um zusammenzuarbeiten") ist für die meisten Befragten kein Entscheidungskriterium: Lediglich 28 Prozent halten eine durchgängig von Oracle gestellte Produktlandschaft für wichtig oder sehr wichtig, für über zwei Drittel spielt dies keine Rolle.
Von den Anwendern, die Oracles VM nutzen, ist fast die Hälfte (48 Prozent) mit dem Produkt mindestens zufrieden, nahezu ebenso viele (43 Prozent) äußern sich jedoch unzufrieden oder gar sehr unzufrieden. Vermisst werden unter anderem eine Kommandozeile für VM und besserer Support. (ck)