GMX ändert Rufnummern für Unified Messaging

Der Provider GMX ändert die Rufnummern für Voice- und Faxdienste; die Vorwahl 089 wird durch 01212 ersetzt.

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Der Provider GMX ändert alle Rufnummern des Unified-Messaging-Dienstes. Statt der Vorwahl 089 müssen die Betroffenen künftig die Vorwahl 01212 verwenden, teilte ihnen das Unternehmen mit. Grund dafür sei eine Anordnung der Bundesnetzagentur (BNA). Aus der Rufnummer 0 89/14 88-12 34 56 wird 01 21 20/12 34 56. Bis zum 31. März werden die 089- und 01212-Rufnummern parallel betrieben, danach wird die 089-Rufnummer abgeschaltet. Der Unified-Messaging-Dienst von GMX stellt zahlenden Pro- und TopMail-Kunden eine Voice- und Faxbox zur Verfügung; eingehende Nachrichten werden optional als E-Mail-Anhang versandt.

Die Bundesnetzagentur hat nach eigenem Bekunden zahlreiche Betreiber von bundesweiten Diensten unter Ortsvorwahl aufgefordert, diese Praxis umgehend zu ändern. Auch beispielsweise die T-Com musste ihren Dienst "T-Net vor Ort" einstellen, die Betreiber von VoIP-Diensten ihre Vergabepraxis für Ortsnetzrufnummern ändern. Die Gnadenfrist für vor dem 15. Oktober 2004 vergebene Rufnummern läuft allerdings noch bis zum 1. Februar 2007. Obwohl die Bundesnetzagentur bereits vor über zwei Jahren ankündigte, dass man den Missbrauch von Ortsnetzrufnummern für bundesweite Dienste nicht länger dulden wolle, wurde GMX offensichtlich von der Anordnung überrascht.

Die Vergabe aus dem Rufnummernbereich 012 (innovative Dienste) schränkt die Verwendbarkeit des Unified-Messaging-Systems für die Kunden erheblich ein. Die Rufnummern sind per Call by Call, aus dem Ausland und aus den Mobilfunknetzen in den meisten Fällen nicht erreichbar, lediglich T-Mobile leitet solche Gespräche weiter. Bei einem Minutenpreis von 12 Cent müssen Anrufer nun auch erheblich mehr bezahlen als bisher, was die Akzeptanz des Dienstes beeinträchtigen dürfte. (uma)