Greenpeace und Facebooks Energienutzung: "Gefällt mir"

Facebook zeigt sich transparent und veröffentlicht außer dem Stromverbrauch für das Jahr 2011 auch den Mix, aus dem sich die genutzte Energie zusammensetzte.

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Von
  • Stephan Bäcker

Facebook hat Details zu seiner Energienutzung, der Zusammensetzung der eingesetzten Energie und dem CO2-Ausstoss im Jahr 2011 veröffentlicht. Nach einer Ermahnung durch Greenpeace im Jahr 2010 hatten die Betreiber des sozialen Netzwerks im Dezember des vergangenen Jahres ein Übereinkommen (PDF-Datei) mit der Umweltschutzorganisation getroffen, wonach das Unternehmen möglichst Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen soll.

Laut Mitteilung verbrauchte das Unternehmen 532 Millionen kWh im Jahr 2010 und sorgte für einen Ausstoß von 285.000 Tonnen CO2. Berücksichtigt sind dabei die Rechenzentren und Büros, die Wege der Mitarbeiter zur Arbeit, deren Geschäftsreisen und die Transporte von Servern zu den Rechenzentren.

Facebook legt seinen Energie-Mix fĂĽr das Jahr 2011 offen.

(Bild: Facebook)

Die genutzte Energie stammte zu 23 Prozent aus erneuerbaren Energien, 27 Prozent aus Kohle, 17 Prozent aus Erdgas und 13 Prozent aus Kernenergie. Bei 20 Prozent der bezogenen Energie kann das Unternehmen die Quelle nicht genauer beziffern. Der Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtverbrauch soll bis 2015 auf 25 Prozent wachsen.

Facebook rechnet den Energieeinsatz selbst auf den einzelnen User um. Danach beträgt der jährliche CO2-Fußabdruck pro monatlich aktivem User 269 Gramm. Für die gesamte Jahresnutzung entspreche dies beispielsweise ungefähr einem mittleren Glas Latte Macchiato.

Die Aktivisten von Greenpeace, die sich schon länger für eine saubere "Cloud" einsetzen, begrüßten die Bestrebungen von Facebook und die Transparenz, die das Unternehmen an den Tag legt. Das sollte ein Vorbild für andere Unternehmen sein, deren Energie noch immer zum Großteil aus Kohle gewonnen wird. Die Umweltschützer nennen hier namentlich Amazon, wo laut ihrer Aussage noch 64 Prozent der genutzten Energie aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt. (bae)