IBM standardisiert Serviceangebote

Um neue Wachstumspotenziale zu erschließen, will der Hersteller seine bisher sehr individuell auf die Kundenbedürfnisse abgestimmten Services künftig auch in vorkonfigurierten Paketen anbieten.

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Um effektiver mit Konkurrenten wie Accenture, Capgemini und Electronic Data Systems (EDS) in Wettbewerb treten zu können, reorganisiert IBM sein gesamtes Servicegeschäft und vertraut künftig auf vorkonfigurierte Pakete, die sich weltweit für dedizierte Einsatz- und Kundenfelder nutzen lassen. So soll beispielsweise die aus IGS herausgelöste Integrated Communications Services (ICS) Netzwerk- und Telefonieservices vermarkten.

Zum Start hat IBM zunächst zwei Pakete geschnürt. Der "Internet Protocol (IP) Telephony Service" soll Kunden beim Umstieg auf IP-basierte Telefoninfrastrukturen helfen. Unternehmen, die ihre Netzwerke für Daten, Video und Sprache gemeinsam nutzen wollen, bietet der Hersteller seinen neuen "Network Convergence Service" an.

Bis zum Jahresende will IBM rund 30 neue Servicepakete schnüren, die unter anderen Bereiche wie Netzwerkmanagement und -optimierung, Mobilität sowie drahtlose Kommunikation und RFID abdecken. Dabei orientiert sich der Hersteller an der bereits von IBMs Systems Technology Group und der Software-Sparte umgesetzten Strategie.

IBM ist um einen beständigen Ausbau seines Servicegeschäftes bemüht. Dazu trennt sich der Hersteller auch von weniger profitablen Unternehmensbereichen wie etwa der PC-Sparte, die vergangenes Jahr an Lenovo verkauft wurde. IBM Global Services (IGS) trägt zwar mit weit über 40 Prozent zum Gesamtumsatz des Konzerns bei – zuletzt lag der Beitrag im zweiten Quartal 2006 bei 11,9 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stagnierten die Serviceumsätze jedoch. (map)