Mandriva 2007 in Kürze erhältlich

Die kommerzielle Linux-Distribution für den Desktop von Mandriva soll unter anderem eine lizenzierte DVD-Abspielsoftware an Bord haben.

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Nachdem Mandriva vorige Woche den Corporate-Server 4.0 vorgestellt hatte, gibt der französisch-brasilianische Linux-Distributor jetzt mit Mandriva 2007 sein neues Release für den Desktop frei. Ebenso wie konkurrierende Distributionen wie OpenSuse und Ubuntu 6.06 LTS wartet die neue Version mit schicken 3D-Effekten für den Desktop auf und setzt dabei sowohl auf die Xserver-Architektur Xgl von Novell als auch auf die unter Red Hats Federführung entwickelte Xgl-Alternative AIGLX. Letztere soll auch im für Oktober angekündigten Fedora Core 6 enthalten sein. Durch das Anbieten beider Implementierungen will Mandriva seine Distribution mit möglichst viel Hardware kompatibel machen.

Mandriva 2007 hat den Kernel 2.6.17 und die GCC 4.1 an Bord. Die beiden Desktop-Umgebungen Gnome und KDE sind mit den aktuellen Versionen 2.16 beziehungsweise 3.5.4 vertreten. Auch dabei sind die Virtualisierungslösung Xen 3.0 und das Büropaket OpenOffice in Version 2.0.3. Die Distribution enthält zudem eine lizenzierte Version der DVD-Abspielsoftware LinDVD.

Das neue Release bietet Mandriva wie schon die Vorgängerversion in drei unterschiedlich bepreisten Geschmacksrichtungen an. Für Einsteiger gedacht ist die Discovery-Version. Für gestandene Linux-Benutzer und professionelle Anwender gibt es das Powerpack sowie das Powerpack+. Wie bei Mandriva üblich soll die Software zunächst nur Mitgliedern des Mandriva-Clubs zur Verfügung stehen. Die Ankündigung auf der Website verspricht das öffentliche Release für "die nächsten Tage". (akl)