Biometrie für die Personaleinsparung

Frost & Sullivan schätzen die Marktaussichten für Biometrie-, Durchleuchtungs- und RFID-Produkte sowie unbemannte Flugkörper und Überwachungskameras rosig ein – wegen möglicher Personaleinsparungen, nicht unbedingt wegen erhöhter Sicherheitsanforder

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Der Einsatz von Biometrie dient in erster Linie der Einsparung von Sicherheitspersonal: Mit dem von Herstellern und Regierungsvertretern bemühten Argument der Sicherheit als oberste Prämisse räumt ein Bericht der Analysten von Frost & Sullivan auf: "Biometrie wird in zunehmendem Umfang auf Flughäfen für die Abwicklung von Passagieren (Passenger Processing) und elektronische Zutrittskontrollen eingesetzt werden, weil die Technik eine Möglichkeit zur Reduktion der Personalkosten darstellt, während sie gleichzeitig die Sicherheit aufrecht erhält oder möglicherweise sogar verbessert", heißt es einer Aussendung, mit der eine neue Analyse beworben wird. Darin werden die Marktaussichten für Biometrie-, Durchleuchtungs- und RFID-Produkte sowie unbemannte Flugkörper und Überwachungskameras als rosig beschrieben. 2014 sollen die EU-Staaten dafür im Bereich der Heimatsicherheit 874 Millionen Euro ausgegeben.

"Die Empfänglichkeit der Regierungen spielt eine zentrale Rolle in der weiten Verbreitung von Biometrie", meinen die Marktforscher von Frost & Sullivan. Vor allem bei Flughäfen, aber auch Seehäfen werde die Nachfrage deutlich steigen. Bei Landesgrenzen auf dem Festland soll der Bedarf erst ab etwa 2009 groß werden, wofür die zunehmende Bedeutung unbemannter Flugkörper verantwortlich sein werde. Flughäfen würden insbesondere biometrische Anlagen kaufen, Häfen RFID-Infrastruktur anschaffen.

Im Zuge des Marktwachstums werde es zudem zu einer Reihe von Übernahmen von Unternehmen kommen. Einerseits werde es eine Konsolidierung innerhalb der Branche geben, andererseits würden Anbieter von bisher nicht in der Branchen tätigen Unternehmen, die in den lukrativen Markt eintreten wollten, übernommen.

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(Daniel AJ Sokolov) / (jk)