Deutsche Telekom kann leicht zulegen

Die Zahl der Breitbandkunden bei der Telekom wächst erneut; besonders hebt der Konzern das starke Wachstum bei dem IPTV-Angebot Entertain hervor. Ohne Abschreibungen in den USA stieg der Konzerngewinn.

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Die Deutsche Telekom hat im ersten Halbjahr 2012 trotz eines weiter schwierigen US-Geschäftes und rückläufiger Mobilfunkumsätze in Deutschland besser verdient als im Vorjahr. Während der Konzernumsatz mit 28,8 Milliarden Euro nahezu stabil blieb, kletterte der Konzernüberschuss um knapp 3 Prozent auf 852 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Bereinigt schrumpfte das Nettoergebnis allerdings durch wieder reguläre Abschreibungen in den USA um gut 15 Prozent. Im zweiten Quartal alleine sank der Umsatz im Jahresvergleich um 0,7 Prozent auf 14,379 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg um 76,4 Prozent auf 614 Millionen Euro. Der bereinigte Nettogewinn dagegen ging wegen der wieder aufgenommenen Abschreibungen in den USA um 13,9 Prozent auf 819 Millionen Euro zurück. Ein Jahr zuvor waren diese Abschreibungen wegen des geplanten Verkaufs der US-Tochter an den Konkurrenten AT&T ausgesetzt worden.

T-Mobile USA, deren Verkauf an AT&T die Wettbewerbshüter untersagten, habe nun die Profitabilität deutlich gesteigert. Konzernchef René Obermann zeigte sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung und sprach von soliden Zahlen.

Besonders hebt die Telekom in Deutschland das Wachstum bei ihrem IPTV-Angebot Entertain hervor. Im Jahresvergleich wuchs die Zahl der Entertain-Kunden um 40,7 Prozent auf nunmehr 1,8 Millionen. Die Zahl der BreitbandanschlĂĽsse, die direkt bei der Telekom gebucht wurden, stieg um 2,1 Prozent auf 12,414 Millionen. Dagegen ging die Zahl der FestnetzanschlĂĽsse erneut zurĂĽck, im Jahresvergleich um 4,6 Prozent auf 22,904 Millionen.

Im Mobilfunk konnte die Telekom die Kundenzahl um 2,8 Prozent auf 35,470 Millionen steigern. Bei mobiler Datenübertragung stieg der Umsatz um zweiten Quartal um 19 Prozent auf 484 Millionen Euro. Laut Telekom beträgt der Anteil des Umsatzes mit Datenübertragung pro Kunde im Durchschnitt auf 29 Prozent, vor einem Jahr waren dies noch 24 Prozent. (anw)