Gamescom

Kunstprojekte auf der Games Convention

Das Computerspiele-Museum aus Berlin präsentiert auf der Games Convention Installationen von Künstlern. Dort bettelt etwa ein alter 386er-PC um Aufmerksamkeit und Kinder mutieren zu Monstern.

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Das Computerspiele-Museum aus Berlin präsentiert auf der Games Convention Installationen von Künstlern rund um die Computertechnik. So bettelt etwa ein alter 386er-PC um Aufmerksamkeit und Kinder mutieren zu Monstern.

Auf dem "public play" Stand (Halle 5 B01, C01) können Besucher auf einem Hochhaus Tetris spielen, indem sie mit dem Handy eine Telefonnummer anrufen. Diese Installation ist ein virtueller Nachbau des "blinkenden-Hochhaus-Projektes" von Stephan 'ST' Kambor und Stefan Schürmans aus Deutschland. Das Projekt stellte 2001 das größte Computerdisplay der Welt dar, welches an einem Hochhaus in Berlin am Alexanderplatz installiert war.

Kunstprojekte auf der Games Convention (5 Bilder)

Kunstprojekte auf der Games Convention

Hochhaus-Revival: Der größte Tetris-Stein der Welt

Wer einem jammernden Gesang folgt, trifft auf einen verlassenen 386er, der sich nicht damit abfinden kann, dass er ausgedient hat. Der PC jault dank eines Text-to-voice-Programms bekannte Pop-Lieder. Dieses Projekt stammt von Alexej Shulgin aus Russland. Dort setzte er den alten PC bereits 2004 in einer Fußgängerzone aus und ließ ihn schnarrend singen und betteln.

"Gamblers" wurde 2002 von Henning und Greif (Deutschland) ins Leben gerufen. Die Installation zeigt vier PCs, die über ein Netzwerk verbunden "Mensch ärgere dich nicht" gegeneinander spielen. Das Spiel läuft in einem unendlichen Kreislauf.

Für mehr Privatsphäre steht der Künstler Joe Malia ein (England). Sein "Private-Public-Projekt" erlaubt es dank einer Mütze, die über den Kopf und eine tragbare Spielkonsole gezogen wird, vor fremden Blicken geschützt zu spielen. Ganz alltagstauglich ist diese Geschichte allerdings nicht, außer man möchte von der Polizei aufgrund von Vermummung in der Öffentlichkeit verhaftet werden.

Wer schon immer mal wie ein Monster aussehen möchte, sollte sich in der "Shadow-Monsters"-Installation vor die Kamera stellen. Besucher werden abgefilmt und als schwarze Silhouette auf einer Leinwand dargestellt. Eine Software erkennt Bewegungen: Formt man etwa mit der Hand einen Kreis, wird ein Auge hinein projiziert – und auch sonst entstehen groteske Figuren. Dieses Handschatten-Spiel hat Philip Worthington bereits 2005 in England inszeniert. (ll)