SAP will neue Mitarbeiter in Deutschland einstellen
Der SAP-Chef bemängelte das deutsche Arbeitsrecht, dieses müsse für die Unternehmen der Hightech-Industrie flexibler werden.
Europas führender Softwarekonzern SAP will im laufenden Jahr seinen Mitarbeiterstamm ausbauen. "Wir wollen 2006 in Deutschland weiter einstellen", sagte Vorstandssprecher Henning Kagermann gegenüber dpa. Im vergangenen Jahr habe SAP seine Mitarbeiterzahl um 600 bis 700 erhöht. Ende September beschäftigte der Konzern weltweit 35.000 Menschen, ein Drittel davon in Deutschland.
Kagermann bemängelte das deutsche Arbeitsrecht. Dieses müsse für die Unternehmen der Hightech-Industrie flexibler werden. So sei der Umzug eines Mitarbeiters innerhalb von Europa mit hohen bürokratischen Hürden verbunden, sagte er. Dennoch sieht Kagermann Wachstumschanchen für die deutsche Software-Industrie. "In Deutschland liegen die IT-Investitionen um etwa 50 Prozent unter dem Niveau vergleichbarer Länder."
Zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr machte Kagermann keine Angaben. Dazu werde sich SAP in der kommenden Woche auf der Bilanzpressekonferenz äußern. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz der Walldorfer im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. (dpa) / (jk)