RIM legt vorläufiges Jahresergebnis vor
Der Blackberry-Anbieter hat nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr über 6 Millionen Geräte verkauft und damit auch im letzten Quartal des vorigen Geschäftsjahres gut verdient.
Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) hat vorläufige Zahlen für das am 3. März zu Ende gegangene vierte Quartal des Geschäftsjahres vorgelegt. Danach rechnet das kanadische Unternehmen für das Schlussquartal bei einem Umsatz von 930,4 Millionen US-Dollar mit einem Nettogewinn von 187,9 Millionen US-Dollar oder 99 US-Cent pro Aktie. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte RIM bei 561,2 Millionen US-Dollar Umsatz nur 18,4 Millionen US-Dollar Reingewinn ausgewiesen. Das Vorjahresergebnis wurde von Einmalkosten in Höhe von 162,5 Millionen US-Dollar für den Vergleich im Patentstreit mit NTP belastet.
Im gesamten Geschäftsjahr verbuchte RIM Umsätze von 3 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 2,1 Milliarden im Vorjahr. 6,4 Millionen Geräte gingen in den vergangenen zwölf Monaten über die Ladentische. Zum Jahresende zählte das Unternehmen rund 8 Millionen Abonnenten, davon konnten alleine 1,02 Millionen im vergangenen Quartal gewonnen werden.
Endgültige Zahlen wird RIM erst nach Abschluss einer Untersuchung der Aktienoptionsprogramme der vergangenen Jahre durch die US-Börsenaufsicht SEC vorlegen können. RIM ist wie zahlreiche andere US-Unternehmen wegen seiner Datierungspraxis bei Aktienoptionen ins Visier der Aufsichtsbehörde geraten. Der Blackberry-Hersteller gab heute bekannt, dass die SEC inzwischen eine offizielle Untersuchung eingeleitet habe. RIM hatte bereits angekündigt, die Bilanzen der vergangenen Jahre um insgesamt rund 250 Millionen US-Dollar korrigieren zu müssen.
Analysten halten das allerdings nicht für eine ernsthafte Bedrohung für das Unternehmen. Dennoch gab RIMs Aktienkurs nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen nach. Der Gewinn lag zwar in den Erwartungen der Börsianer, jedoch hatte RIM die Prognosen für das laufende Quartal nicht nach oben korrigiert. Das Unternehmen erwartet gut eine Milliarde US-Dollar Umsatz und einen Nettogewinn zwischen 0,99 und 1,07 US-Dollar pro Aktie. (vbr)