Musik-Downloads legen in Ă–sterreich zu
Vier Millionen online oder ĂĽber Handys verkaufte Songs im Jahr 2005 bedeuten eine Vervierfachung gegenĂĽber 2004.
Der österreichische Musikmarkt befindet sich zumindest nach Stückzahlen im Aufwind, hat der dortige Verband der Musikwirtschaft IFPI nach einer ersten Analyse festgestellt. Der "Download- und Mobile Markt" habe voriges Jahr mit insgesamt 4 Millionen Songs um etwa 200 Prozent gegenüber 2004 zugelegt. Etwa zwei Drittel der digitalen Musikverkäufe in Österreich seien über Handys abgewickelt worden, der Rest über Online-Shops im Internet. Dabei dominiere der Bezug von Einzeltiteln, Abo-Angebote lägen bei unter 10 Prozent des Digitalmarktes.
Mit mehr als 10 Millionen verkauften CD-Alben zeige auch dieses Marktsegment nach "Jahren des Rückgangs" einen Aufwärtstrend. Das Plus betrage nach Stückzahlen gegenüber dem Vorjahr 7 Prozent. Hauptverantwortlich dafür sei eine "Renaissance des Künstleralbums und eine starke Performance österreichischer Produktionen", heißt es in der IFPI-Mitteilung. Wegen Preissenkungen seien die Umsätze aber leicht rückläufig gewesen. Im Segment Singles sei der Absatz der 2-Track-Single auf etwa 70.000 Stück verdreifacht worden, der gesamte Single-Markt sei jedoch um 20 Prozent geschrumpft. Der Verkauf von Einzeltiteln verlagere sich zunehmend auf den Online- und Mobile-Markt.
Meistverkauftes CD-Album 2005 war in Österreich die heimische Produktion Kiddy Contest Vol. 11. Darauf folgen Intensive Care von Robbie Williams, American Idiot von Green Day, Confessions on a Dancefloor von Madonna und Telegramm für X von Xavier Naidoo. "22 österreichische Alben-Produktionen schafften den Sprung unter die Top 100 der Austria Top 40 Verkaufs-Jahrescharts", verkündet die IFPI. Die meistverkaufte Single sei der Titel Schnappi, gefolgt von Stücken von Tokio Hotel und Akon. (anw)