Verizon investiert 22,9 Milliarden US-Dollar in Glasfasernetz

Die Nummer zwei unter den amerikanischen Telefongesellschaften will ihr Netzwerk sukzessive auf Glasfaser umstellen, um künftig Dienste wie Kabelfernsehen und Breitbandinternetzugänge effektiver vermarkten zu können.

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Fast 23 Milliarden US-Dollar will sich Verizon Communications den Umbau des Telefonnetzes von Kupfer auf Glasfaser kosten lassen. Die zweitgrößte US-amerikanische Telefongesellschaft verspricht sich von der Investition eine bessere Position im Markt für Kabelfernsehen und breitbandige Internetzugänge. Denn insbesondere Kabel-TV-Gesellschaften wie Time Warner Cable oder Cablevision setzen Verizons Festnetzsparte immer stärker zu.

Die "Fibre Optics Services"-Initiative (FiOS) soll nicht nur den Kundenschwund aufhalten, sondern dem Konzern auch massive Einsparungen bescheren. Durch verringerte Ausgaben fĂĽr die Wartung der Glasfaserkabel im Vergleich zu Kupfer will Verizon bis 2010 rund 4,9 Milliarden US-Dollar sparen.

Im Zuge des verbesserten Leistungsangebotes hofft der Telecom-Konzern sogar auf wieder wachsende Kundenzahlen, sodass angesichts der enormen Ausgaben spätestens 2009 wieder ein positiver operativer Gewinn verbucht werden kann. Für die erste Jahreshälfte 2006 hatte der Konzern zuletzt einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.

Der Umbau des Verzion-Netzes ist bereits in vollem Gange. Zu den ersten mit Glasfaser ausgerüsteten Städten gehörte die Millionenmetropole New York. Inzwischen sind die FiOS-Dienste in 16 US-Bundesstaaten verfügbar. Zum Ende des dritten Quartals will Verizon eine halbe Millionen neue Abonnenten für FiOS gewonnen haben. In den kommenden vier Jahren sollen Kupferkabel landesweit durch Glasfaser ersetzt werden, um dann bis zu 18 Millionen Kunden mit den neuen Services versorgen zu können. (map)