Apple-Geschäft boomt auch in Deutschland
Der Erfolg zeige, dass sich auch in Deutschland elektronische Konsumartikel zu stabilen Preisen gut verkaufen ließen, wenn das Gesamtkonzept stimmt, meint Apples Deutschland-Chef: "'Geiz ist geil' kann doch keiner mehr hören."
Der Musikplayer iPod und die Mac-Rechner finden derzeit auch in Deutschland reißenden Absatz. "Wir hätten noch mehr verkaufen können, wir hatten nicht genug Ware", sagte Apples Deutschland-Geschäftsführer Freddie Geier am Donnerstag gegenüber dpa. Der Umsatz sei im Weihnachtsquartal in etwa so stark gestiegen wie in Gesamteuropa. Dies bedeutet einen Anstieg der Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von knapp 50 Prozent. Für den Gesamtkonzern hat Apple gerade mit einem Gewinn von 565 Millionen US-Dollar im ersten Geschäftsquartal einen neuen Rekord ausgewiesen.
Apple profitiert derzeit in erster Linie vom iPod. "Wir sind mit dem iPod aus der Nische gekommen", sagte Geier. Der Erfolg zeige, dass sich auch in Deutschland elektronische Konsumartikel zu stabilen Preisen gut verkaufen ließen, wenn das Gesamtkonzept stimmt. "'Geiz ist geil' kann doch keiner mehr hören", meinte Geier. Weltweit hat Apple bisher 42 Millionen iPods verkauft, davon ein Drittel im abgelaufenen Quartal.
Geier sieht durch den iPod-Erfolg auch weiteres Wachstumspotenzial für die Macs. Das Marketing der MP3-Player sei sehr erfolgreich. Von diesen Erfahrungen könne man auch bei den Computern profitieren. Nicht nur deshalb sei er für das Deutschlandgeschäft in diesem Jahr ausgesprochen optimistisch. Das rasante Wachstum könne dabei gut bewältigt werden, weil Apple in jüngster Zeit auch in Deutschland stark in die Infrastruktur investiert habe. (dpa) / (jk)