Ehemaliger Comverse-Chef verhaftet
Der ehemalige Chef des Anbieters von Telekommunikationssoftware soll 57 Millionen US-Dollar durch Manipulation von Aktien-Optionen beiseite geschafft haben.
Der ehemalige Chef des Anbieters von Telekommunikationssoftware Comverse, Jacob Alexander, ist in Namibia auf Veranlassung des Staatsanwalts im Eastern District of New York verhaftet worden. Derzeit verhandelten die dortigen Behörden mit Namibia über eine Auslieferung. Zwischen beiden Staaten gibt es kein Auslieferungsabkommen, berichtet die New York Times.
In den USA erwartet Alexander eine Anklage wegen Geldwäsche, Verschwörung und Aktienbetrugs. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit zwei Kollegen aus dem Comverse-Vorstand durch Manipulationen ihrer Aktien-Optionen in den Jahren 1995 bis 2005 Millionen von US-Dollar auf die Seite geschafft zu haben. So sollen sie ihre Aktien-Optionen nachträglich auf Tage mit niedrigem Kurs vordatiert haben, um mehr Aktien zu bekommen. Weiter wird ihnen vorgeworfen, Tausende von Optionen an erfundene Mitarbeiter vergeben zu haben, um sie dann an den ebenfalls erfundenen I. M. Fanton (ein Wortspiel mit I'm [a] phantom) zu übertragen. (je)