Gartner: Linux keine Bedrohung für Microsoft im Servermarkt

Während Linux und Windows im Serverbereich weiter wachsen, müssen vor allem die tradionellen Unix-Systeme mit weiteren Einbußen rechnen.

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Das freie Betriebssystem Linux wird Windows auf dem Server in den nächsten fünf Jahren nicht überholen. Zu dieser Aussage kommt Marktforscher George Weiss von Gartner in seinem Vortrag Enterprise Linux: Has It Arrived? auf der Gartner Open Source Summit, der diese Woche in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona stattfindet.

Trotz beständig steigender Absatzzahlen, wie auch Konkurrent IDC Linux bescheinigt, gewinne das Open-Source-Unix nicht dem Microsoft-Betriebssystem gegenüber an Boden, sondern grabe vielmehr traditionellen Unix-Varianten wie Suns Solaris das Wasser ab.

Für eine der spannendsten Entwicklungen im Enterprise-Markt hält Weiss das Thema Virtualisierung, womit es möglich wird, auf einer Hardware mehrere virtuelle – womöglich unterschiedliche – Betriebssysteme parallel zu betreiben. Eine besondere Rolle sieht er dabei für den freien Hypervisor Xen, der gegen bewährte Lösungen wie VMWares ESX-Server antreten soll.

Auch wenn Gartner zufolge Windows als Betriebssystem vorläufig nicht vom Thron gestoßen werde, so spielt Open-Source-Software in Unternehmen weltweit eine zunehmend wichtigere Rolle, wie es zum Beispiel auch der Vortrag von Kollege-Analyst Feinbaum zum Thema Open-Source-Datenbanken bezeugte.

Ein Artikel auf heise open berichtet über die Macher und Investoren hinter dem Open-Source-Boom. (akl)