Texturen statt Einheitsgrau
Angeblich soll das Software-Modellierwerkzeug MeshMixer auch 3D-Objekte mit Texturen bearbeiten können (c’t 18/12, S. 158). Aber wenn ich versuche, so eine Datei zu öffnen, erscheint mein Objekt bloß einheitlich grau.
Angeblich soll das Software-Modellierwerkzeug MeshMixer auch 3D-Objekte mit Texturen bearbeiten können (c’t 18/12, S. 158). Aber wenn ich versuche, so eine Datei zu öffnen, erscheint mein Objekt bloß einheitlich grau.
Damit MeshMixer Objekte mit Texturen anzeigt, muss das texturierte Modell als OBJ-Datei vorliegen und die Textur als PNG gespeichert sein. Dummerweise erzeugen viele andere 3D-Programme wie 123D Catch oder MeshLab solche OBJ-Dateien mit JPG-Texturen. Das kann man aber von Hand ändern: Öffnen Sie in einem ersten Schritt die Textur in einer Bildbearbeitung Ihrer Wahl – egal ob Photoshop, Paint.NET oder Gimp – und speichern Sie das Bild als PNG mit sonst unverändertem Dateinamen.
Außer den Texturen finden Sie zur OBJ-Datei noch eine mit der Endung MTL. Aus dieser holen sich 3D-Programme beim Laden des Modells Informationen über Materialien und Texturen. Öffnen Sie die MTL-Datei in einem Texteditor. Sie enthält den oder die Dateinamen für die Texturen im Klartext. Ändern Sie hier einfach die Endung JPG zu PNG. Das so präparierte Objekt öffnet man in MeshMixer über „File/Import Textured“. Nicht vorschnell frustriert sein, falls immer noch keine Textur zu sehen ist: In diesem Fall fehlt nur noch ein Häkchen im View-Menü, und zwar vor „Basic Rendering“. (pek)