Samsung steckt Milliarden in texanische Mobil-Chip-Produktion

Weitere 4 Milliarden US-Dollar will der sĂĽdkoreanische Konzern in den Standort Texas investieren, um der Chip-Nachfrage von Smartphone- und Tablet-Anbietern wie Apple nachzukommen.

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Samsungs Fabrik in Austin, Texas

(Bild: Samsung)

Samsung Austin Semiconductor plant, rund 4 Milliarden Dollar in die Modernisierung seiner texanischen Chip-Fabrik zu investieren. Dies gab die Fertigungstochter des südkoreanischen IT-Konzerns am Dienstag in einer Mitteilung bekannt. Die Arbeit beginne noch im August – eine Massenfertigung soll ab der zweiten Jahreshälfte 2013 möglich sein. Die modernisierte Fab werde hauptsächlich für Mobilgeräte gedachte Systems-on-Chip (SoC) auf 300-Millimeter-Wafern mit 28-Nanometer-Technik fertigen, erklärte Samsung. Nach Angabe des Konzerns handelt es sich dabei um die bisher größte Investition eines ausländischen Unternehmens im US-Bundesstaat Texas.

Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die künftig dort gefertigen Chips hauptsächlich für iPhone, iPad sowie Samsungs eigene Geräte gedacht sind – Apple und der Galaxy-Hersteller dominieren inzwischen den globalen Smartphone-Markt. Zugleich stecken beide Unternehmen in einem erbitterten Patentstreit. In einem kalifornischen Prozess dürften die Geschworenen am Dienstag ihre Urteils-Beratungen aufnehmen, eine Telefonkonferenz der beiden Unternehmenschefs führte zu keiner plötzlichen Einigung. Bloomberg schätzt, dass Apples Chip-Aufträge knapp neun Prozent von Samsungs Umsatz ausmachen. (lbe)