Universal Music bietet Musik-Archiv zum Download an

Musik, die nicht mehr auf CD oder Vinyl verfĂĽgbar ist, will Universal Music nun nach und nach im Internet zum Download anbieten.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Einer der Vorteile des digitalen Musikvertriebs über das Internet sind die geringeren Kosten für die Produktion: Sie geht zumindest bei den Medien gegen Null, da keine physischen Datenträger hergestellt werden müssen. Willkommene Effekte des Wegfalls dieses Teils der Produktionskosten beginnen nun auch die Musikkonzerne für sich zu entdecken: Man kann ja mit Songs, deren Zielpublikum zu klein ist, um eine CD-Produktion rentabel zu machen, oder die schon lange aus dem offiziellen Katalog gelöscht wurden, wenigstens noch beim Internet-Vertrieb etwas Geld verdienen.

Universal Music öffnet daher nun sein Musik-Archiv und will Titel, die nicht mehr auf CD oder anderen Trägern verfügbar sind, im Internet anbieten. Allerdings weist Universal darauf hin, dass auch diese Form des Vertriebs mit Investitionen verbunden ist: Die Titel müssten in das für den Online-Vertrieb erforderliche Format gebracht werden, und ältere Songs erforderten zudem eine teilweise aufwendige Digitalisierung des Analog-Materials.

Im Laufe der nächsten drei bis vier Jahren wolle man nach und nach insgesamt 10.000 Alben aus dem Archiv zum Download anbieten, insgesamt würden das mehr als 100.000 Titel, erklärte Barney Wragg, Chef von Universals eLabs, in dieser Woche gegenüber US-Medien. Die ersten Titel sollen über die Partner, die Universals Katalog in ihren Online-Musikdiensten anbieten, bereits im Februar verfügbar sein, meinte Wragg. Unter anderem vertreiben Apples iTunes Music Store oder T-Onlines Musicload Musik von Universal.

Die Songs, die aus dem Archiv bereitgestellt werden sollen, gehen laut Wragg zurück bis zu den Ursprüngen der Musikaufnahmen. Nicht ganz so alt sind die Künstler, von denen zuerst Titel verfügbar sein sollen: Zu ihnen gehören Fairport Convention, Marianne Faithfull, Jacques Brel oder Brian Auger. (jk)