Seagate dreht auf

Der US-Festplattenhersteller konnte im dritten Quartal 24 Prozent mehr Umsatz und eine Verdoppelung des Reingewinns verbuchen. Dafür sei besonders der gestiegene Bedarf bei Heimanwendern an Plattenplatz für digitale Inhalte verantwortlich.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Der Festplattenhersteller Seagate konnte im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs Einnahmen von 2,3 Milliarden US-Dollar verbuchen, von denen 287 Millionen US-Dollar als Reingewinn in der Kasse verblieben. Verglichen mit dem Vorjahresquartal bedeutet dies einen Umsatzanstieg von 24 Prozent und eine Verdoppelung des Reingewinns. Erst kürzlich hatte das Unternehmen die Übernahme des Konkurrenten Maxtor angekündigt, der allerdings noch eine kartellrechtliche Prüfung im Wege steht.

Der gestiegenen Bedarf bei Heimanwendern an Plattenplatz für digitale Inhalte wie Videos sei laut Seagate ein Motor für die guten Quartalszahlen. Insgesamt habe die Branche im Jahr 2005 rund 380 Millionen Magnetscheibenstapel mit einer Gesamtkapazität von 35 Exabyte verkaufen können. Dies entspreche einer Zunahme von 60 Prozent gegenüber 2004.

Von den 3,5 Millionen im dritten Quartal ausgelieferten Seagate-Laufwerken für die Unterhaltungselektronik kamen 2,4 Millionen in digitalen Videorekordern zum Einsatz. Im Bereich Mobile Computing konnte der Hersteller 2,9 seiner 3,2 Millionen verkaufen Platten im 2,5"-Format unterbringen. Damit legten beide Segmente um 93 respektive 136 Prozent zu.

Die Speichersysteme und Server in Unternehmen schluckten insgesamt 3,5 Millionen der SCSI- und anderer Hochleistungsplatten. Mit 18,9 Millionen Festplatten führt allerdings der Desktop-Markt bei den Stückzahlen weiter unangefochten. In diesen Bereichen war das Wachstum mit 16 Prozent jedoch etwas bescheidener. (mhe)