Seifenoper im Krankenhaus
Wer will sich schon entspannen beim Spielen? Die interaktive Krankenhaus-Soap "Lifesigns - Hospital Affairs" schickt den Spieler als Chirurgen auf eine intrigante Intensiv-Station.
Für das Videospiel "Trauma Center" (Nintendo DS und Wii) musste der Spieler den DS-Stylus oder die Wii-Fernbedienung in die Hand nehmen, um damit Splitter aus Organen zu fischen und so die Karriere eines jungen Arztes zu befördern. "Lifesigns – Hospital Affairs" kopiert dieses originelle Konzept, gewichtet dabei die Hintergrund-Story stärker und vereinfacht die Anforderungen an die Geschicklichkeit. So entfällt die Auswahl des richtigen Werkzeugs, da der junge Chirurg automatisch ein Skalpell in der Hand hält, wenn er schneiden muss und eine Spritze, wenn er einen nervösen Patienten ruhig stellen will. Dabei werden die Operationen zunehmend schwieriger zu meistern sein, und ein Zeit-Limit wird für den nötigen Druck sorgen.
Die meiste Zeit wird der Spieler allerdings die Story verfolgen, die ähnlich spannend verlaufen soll wie die Anwaltsserie "Phoenix Wright" für Nintendo DS (Capcom). "Lifesigns – Hospital Affairs" sieht dementsprechend aus wie ein interaktiver Manga und ist von extremen Figuren bevölkert, die existentielle Konflikte austragen oder Techtelmechtel erleben. Laut einer Sprecherin des österreichischen Herstellers JoWood richtet sich das Spiel vor allem an Mädchen im unteren Teenage-Alter, sei aber auch für Erwachsene interessant. Zusätzlich zur Seifenoper-Story und den Operationen gibt es Minispielchen, die den einsteigerfreundlichen Charakter von "Lifesigns" betonen.
JoWood vertreibt das komplett deutschsprachige DS-Spiel des japanischen Entwicklers Spike zu einem ermäßigten Preis von voraussichtlich 30 Euro. Es erscheint im Rahmen der Marke "GS-Line", unter der leicht zugängliche Spiele des Herstellers verkauft werden; es wird eine USK-Alterseinstufung "Ab 12" erhalten – wie die beiden "Trauma Center"-Titel von Nintendo. (Peter Kusenberg) / (vbr)