Geiz ist out beim Online-Shopping

Der niedrigste Preis ist einer aktuellen Studie zufolge nicht einmal mehr fĂĽr jeden fĂĽnften Kunden das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines Online-Shops.

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Der niedrigste Preis ist nur noch für 16 Prozent der Kunden das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines Online-Shops. Das ist das überraschende Ergebnis der Studie "E-Shopping was Kunden wirklich wollen", zu der die Hamburger novomind AG in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com von Mai bis Juni dieses Jahres 506 Endkunden befragt hat. Für die 14- bis 20-Jährigen unter den Befragten sei der Preis völlig irrelevant. Bei den 21- bis 30-Jährigen machten immerhin 29 Prozent ihre Kaufentscheidung vom billigsten Angebot abhängig.

Als wichtigstes Kriterium für die Auswahl des Online-Shops sieht die Studie vielmehr die Ausgestaltung des Service: Drei Viertel der Befragten legten besonderen Wert auf gute Lieferkonditionen. Anders als beim Verkauf über den Ladentisch komme dem Warentransfer beim Einkauf im Internet ein höherer Stellenwert zu. 85 Prozent der Kundinnen wünschten sich daher eine reibungslose Zustellung der gekauften E-Shop-Artikel; bei den Männern waren es 73 Prozent. Ebenfalls wichtig: der Geldtransfer. 58 Prozent der Befragten wünschten sich ein zuverlässiges Bezahlverfahren. Auch hier stellten die Online-Shopperinnen mit 65 Prozent überdurchschnittlich hohe Anforderungen an die Sicherheit.

Vor allem Frauen setzen der Studie zufolge auf praktische Erfahrungen: 39 Prozent bestellen bei einem Anbieter, der entweder von Bekannten empfohlen wurde oder nach eigenen Erfahrungen einen guten Service bietet. Bei den Männern stehe dagegen das beste Preis-Leistungsverhältnis bei der Shop-Auswahl im Vordergrund; 37 Prozent der befragten männlichen Kunden sprachen sich dafür aus. Mit Blick auf die Altersgruppen lege die Generation 50 Plus den größten Wert auf eine ausgewogene Kosten-Nutzen Relation: Jeder zweite Befragte zwischen 51 und 60 Jahren richte sich bei seiner Bestellung danach aus. Bei den 14- bis 20-Jährigen sei es nur jeder Dritte. (hos)