80 Prozent aller Monitore LCDs
Der Monitormarkt soll in diesem Jahr weltweit um etwa 4 Prozent auf 155 Millionen Geräte wachsen, darunter 125 Millionen LCDs.
Der Monitormarkt soll in diesem Jahr weltweit um etwa 4 Prozent auf 155 Millionen Stück wachsen. 80 Prozent der verkauften Geräte sollen LC-Displays sein, prognostizieren die Marktforscher des koreanischen Instituts DisplayBank. Dies entspräche einer Steigerungsrate von 19 Prozent, während der Anteil an Röhrengeräten im gleichen Zeitraum um etwa 31 Prozent auf 30,5 Millionen abnehmen soll. Im Monitorbereich machten die Flachbildschirme mit 64,1 Millionen Stück bereits im Jahr 2004 etwa die Hälfte aller verkauften Geräte aus. 2005 wurden etwa 105 Millionen LC-Displays (44,4 Millionen CRTs) verkauft, in 2006 sollen es rund 125 Millionen LCDs sein. Künftig soll der Monitormarkt angesichts der zunehmenden Wechsels vom Desktop-PC zu Notebooks um maximal 5 Prozent zulegen.
Während im Jahr 2004 etwa 44,4 Millionen LC-Panels für Notebooks produziert wurden, stieg die Produktion 2005 bereits um 32 Prozent auf rund 62 Millionen Panels. Dies sei insbesondere dem Verkauf von Billig-Notebooks und den Widescreen-Displays in tragbaren Rechnern geschuldet, so das US-Marktforschungsinstitut DisplaySearch. Knapp die Hälfte aller Notebooks wurden 2005 mit Panels von Samsung und LG-Philips bestückt. Für dieses Jahr prognostiziert DisplaySearch einen Zuwachs auf 76 Millionen Panels, wovon voraussichtlich 60 Prozent auf die Breitbild-Notebooks fallen.
Allgemein prognostizieren die Marktforscher für dieses Jahr eine Überproduktion von großflächigen Displays mit mehr als 10 Zoll Diagonale. So sollen im dritten Quartal 2006 etwa 15 Prozent mehr große LCD-Panels gefertigt werden als tatsächlich benötigt. Koreanische und taiwanische Panelhersteller wie Samsung, LG-Philips oder AUO hätten ihre Fertigungskapazitäten enorm ausgebaut, um im harten Wettbewerb der Displayproduzenten bestehen zu können. Weltweit würden in diesem Jahr rund 30 Millionen Quadratmeter Glasfläche zur LCD-Produktion verwendet. Auf die Preise im Endverkauf dürften sich die Überkapazitäten positiv auswirken. (uk)