X-Fab meldet Umsatz- und Gewinnsprung

X-Fab produziert vor allem Halbleiter für Autos, Telekommunikationstechnik oder Konsumgüter. Das Unternehmen ging aus Teilen des ehemaligen Mikroelektronik-Kombinats der DDR hervor.

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  • dpa

Der Erfurter Halbleiter-Hersteller X-Fab meldet für das erste Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Erlöse hätten mit 186,2 Millionen Dollar (137 Millionen Euro) 69 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum gelegen, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) habe um 35 Prozent auf 20,8 Millionen Dollar (15,3 Millionen Euro) zugelegt. Ausgewirkt hätten sich neben einer "konstant hohen Nachfrage" die Übernahme der malaysischen 1st Silicon und der Schaltkreisfertigung der Dresdner ZMD AG. Die Auftragslage sei "gut". X-Fab hat in Werken in Europa, den USA und Asien rund 2600 Mitarbeiter.

Der übernommene ZMD-Teil ging im zweiten Quartal erstmals in die Unternehmenszahlen ein, das Ergebnis des malaysischen Standorts bereits seit September vergangenen Jahres. 2006 hatte X-Fab einen Umsatzanstieg um gut ein Fünftel auf 268 Millionen Dollar (196,6 Millionen Euro) verzeichnet. Das EBIT war um 45 Prozent auf 21,6 Millionen Euro gestiegen. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest, die von einem rund 50-prozentigen Umsatzanstieg auf 400 Millionen Dollar (296 Millionen Euro) ausgeht.

Die X-Fab Semiconductor Foundries AG stellt Chips her, die in Autos, Telekommunikationstechnik oder Konsumgütern eingesetzt werden. Das Unternehmen ging 1992 aus Teilen des ehemaligen Mikroelektronik-Kombinats der DDR hervor, das in Erfurt bis 1989 seine Zentrale, mehrere Chipfabriken und einige tausend Beschäftigte hatte. Größter Gesellschafter ist heute die belgische Beteiligungsgesellschaft XTRION. (dpa) / (jk)