Dell baut ostdeutschen Standort in Halle aus
Ende des Monats startet der Computerhersteller den Neubau eines Vertriebs- und Servicezentrums, in dem 700 Mitarbeiter arbeiten sollen.
Der Computerhersteller Dell baut seinen einzigen ostdeutschen Standort in Halle aus. Ende dieses Monats startet der Neubau eines Vertriebs- und Servicezentrums, in dem 700 Mitarbeiter arbeiten sollen. "Das ist ein klares Bekenntnis zu Ostdeutschland", sagte Geschäftsführerin Barbara Wittmann heute der dpa. Die Investitionskosten bewegten sich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Genauere Angaben machte sie nicht. Das neue Bürogebäude auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerraffinerie soll im Herbst bezugsfertig sein. Zur Eröffnung wird auch Firmengründer Michael Dell erwartet.
Ein Beschluss über den neuen Produktionsstandort des texanischen Computerbauers ist nach den Worten von Firmensprecher Stefan Böttinger noch nicht getroffen. "Das ist eine weltweit wichtige Entscheidung, die derzeit extrem sorgfältig geprüft wird", sagte er. Auch Halle war dafür zunächst im Gespräch, bekam aber nicht den erhofften Zuschlag. "Dass das neue Werk in Osteuropa errichtet wird, ist reine Spekulation. Es sind derzeit einige Standorte im Rennen", sagte Böttinger.
Seit dem Start der halleschen Niederlassung im September vorigen Jahres stellte Dell rund 330 Menschen ein. Dieses Jahr sollen weitere 300 hinzukommen. "Abhängig von der Konjunkturentwicklung wollen wir in drei bis fünf Jahren 1000 Leute in Halle beschäftigen", sagte Böttinger. Europa sei derzeit der weltweit am stärksten wachsende Markt der Branche. In der zweiten deutschen Niederlassung in Frankfurt/Main beschäftigt Dell nach eigenen Angaben 600 bis 700 Mitarbeiter. (dpa) / (anw)