Cinema 4D jetzt mit Texturiermalprogramm inklusive

Die zehnte Version des Modellierungs-, Animations- und Renderingprogramms Cinema 4D integriert erstmals in allen Ausbaustufen das Texturmalprogramm BodyPaint 3D.

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Von
  • Hendrik Krauß

3D-Spezialist Maxon hat die zehnte Version des Modellierungs-, Animations- und Renderingprogramms Cinema 4D vorgelegt, das erstmals in allen Ausbaustufen die dritte Version des Texturierungswerkzeugs BodyPaint 3D integriert.

Maxon will seit dem vorigen großen Cinema-Release vor zwei Jahren durchgreifende Verbesserungen hinsichtlich der Bedienung vorgenommen haben. Unter anderem wurde für Cinema 4D 10 die Zeitleiste generalüberholt. Neue Übersichtsfunktionen im Ebenen-Browser sollen das Arbeiten mit großen Szenen vereinfachen. Neu ist auch die Auswahl von Bereichen, die das Programm bei jeder Szenenänderung automatisch probe-rendern soll. Der Vorschaumodus rendert die Bilder per OpenGL in der Grafikkarte. Release 10 erweitert die Fähigkeiten der OpenGL-Vorschau um Pixel-Shader für Transparenzen sowie Schatten – dadurch soll die Voransicht dem späteren Render-Ergebnis deutlich näherkommen als zuvor.

Stark überarbeitet hat Maxon das optionale Modul Mocca zur Character Animation. Statt eines traditionellen Knochensystems (Bones) richtet sich die Haltung einer Figur jetzt nach ihren Gelenken (Joints). Der neue Ansatz beseitigt Unzulänglichkeiten der auf Knochen aufbauenden Animation und verkürzt die Zeit zum Aufbau animierbarer Figuren laut Maxon durchschnittlich auf die Hälfte. Die neu hinzugekommene Simulation von Muskeln und Sehnen ermöglicht es Mocca, die Haut abhängig von den relativen Positionen der Gelenke zu verformen. Ein neues Werkzeug namens Vamp überträgt Eigenschaften einer Figur auf andere, selbst wenn die Charaktere unterschiedlich aufgebaut sind.

Das vormals separat zu erwerbende Texturmalprogramm BodyPaint 3D 3 ist jetzt in allen Ausbaustufen von Cinema 4D enthalten. Auch hier wurde die Bedienung generalüberholt. Darüber hinaus unterstützt BodyPaint jetzt Bilder mit 32 Bit Farbtiefe zur Bearbeitung von HDR-Bildern (High Dynamic Range). Neue Werkzeuge sollen dabei helfen, 3D-Objekte auf einer Ebene abzuwickeln. Die Pfadauswahl erleichtert die Festlegung von Säumen. Der UV-Entzerrer Relax UV wurde ausgebaut, um organische Strukturen besser zu verarbeiten.

Die Standardversion von Cinema 4D kostet knapp 800 Euro. BodyPaint 3D 3 kann auch weiterhin als Standalone-Produkt zur Anbindung an 3D-Programme von Drittanbietern erworben werden, kostet dann aber ebenfalls 800 Euro. Das Studio Bundle von Cinema 4D mit Mocca, Partikelsystem, Haarsimulation und allen Zusatzmodulen kostet 3300 Euro. (Hendrik Krauß) / (ghi)