LG mit stabilem Umsatz und weniger Gewinn

Der südkoreanische Elektronikmulti muss für das gesamte Jahr 2005 einen leichten Umsatzrückgang sowie eine Halbierung des Reingewinns hinnehmen.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Der südkoreanische Elektronikkonzern LG muss für das vergangene Quartal einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,2 Prozent auf umgerechnet 5,1 Milliarden Euro verbuchen. Im selben Zeitraum stieg allerdings der operative Gewinn um 122 Prozent auf 178 Millione Euro an. Auch der Reingewinn kletterte auf 259 Millionen Euro und damit auf den doppelten Wert. Zum Gewinn steuerte LG.Philips 93 Millionen Euro bei. Das Joint-Venture zur Produktion von LCD-Panels kann Quartalseinnahmen von 2,46 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 277 Millionen Euro vorweisen.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwirtschaftete LG einen Umsatz von 19,7 Milliarden Euro gegenüber 20,4 Milliarden Euro im Jahr zuvor. An Reingewinn blieben dem Unternehmen hingegen mit 584 Millionen Euro nur noch knapp die Hälfte in der Kasse. Auch im operativen Geschäft musste der Konzern Federn lassen und einen 25-prozentigen Rückgang des Gewinns auf 760 Millionen Euro hinnehmen.

Mit einem stabilen Umsatz von 7,8 Milliarden Euro blieb die mobile Kommunikation der größte Geschäftsbereich. LG konnte knapp 55 Millionen Handys oder 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor ausliefern. Als größter südkoreanischer Hersteller von Haushaltsgeräten nahm der Elektronikmulti in dieser Sparte 4,8 Millionen ein. Trotz eines leichten Umsatzanstiegs auf 4,2 Milliarden Euro wurde wegen des Preissturzes bei LCD-Fernsehgeräten aus dem mageren Vorjahresgewinn des Bereichs für LCD- und Plasma-TVs sogar noch ein kleiner Verlust.

Die Zahlen umfassen lediglich die in Südkorea beheimateten Firmenteile. Der konsolidierte Jahresumsatz der weltweiten Unternehmensgruppe nahm dagegen um eine Milliarde auf rund 37 Milliarden Euro zu. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft sank jedoch auch hier von 2,7 Milliarden auf 1,4 Milliarden Euro. (mhe)