Verfassungsschutz-Chef sieht "Beschaffungsoffensive von Geheimdiensten"

Nicht nur Chinesen spionieren nach Einschätzung des Chefs des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes in Deutschland.

vorlesen Druckansicht 91 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

China ist nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes nicht das einzige Land, das in Deutschland spioniert. "Wir beobachten eine regelrechte Beschaffungsoffensive", sagte Verfassungsschutz-NRW-Chef Hartwig Möller der Zeit. In Nordrhein-Westfalen bemühe sich der iranische Geheimdienst aktiv um Zugang zu High-Tech-Bauplänen. "Dabei geht es vor allem um Rüstungstechnik und um Know-how für das Atomprogramm", meinte Möller.

Falls chinesische Angreifer Computer der Bundesregierung ausgespäht haben, sei dies auch dann gefährlich, wenn es sich nicht um geheime Daten gehandelt habe. "Man kann auf diese Weise vieles herausfinden; über Termine, über Zuständigkeiten, darüber, wer an was arbeitet – das ist der erste Schritt, um klassische Spionage zu betreiben", sagte Möller.

Siehe dazu auch:

(dpa) / (anw)