Maulkorb für die GMD
Das Forschungsministerium forderte die GMD dazu auf, sich nur noch zum offiziellen Stand der Fusion mit der Fraunhofer-Gesellschaft zu äußern.
Ein für den gestrigen Donnerstag angesetztes Pressegespräch der GMD zur geplanten Fusion mit der Fraunhofer-Gesellschaft wurde kurzfristig abgesagt. Was zuerst als Gerücht die Runde machte, bestätigte sich heute: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte hier seine Hände im Spiel und verpasste der GMD offenbar einen Maulkorb. In einem Brief forderte der zuständige Staatssekretär Uwe Thomas die GMD dazu auf, "keine Äusserungen" zu tätigen, die über den offiziellen Verhandlungsstand zur Fusion hinaus gehen.
Daraufhin erklärte heute CDU-Bundestagsmitglied Norbert Hauser gegenüber der Presse: "Ich verstehe nicht, warum die GMD ihre Haltung zur beabsichtigten Fusion nicht artikulieren darf." In Deutschland sei Forschungspolitik noch keine meinungsfreie Zone. Hauser plädiert dafür, "die Vorstände und Institutsleiter beider Institutionen in Ruhe arbeiten zu lassen". (hob)