SAGA 3.0: Das E-Government soll offener werden

Zu den Neuerungen gehören Mindestanforderungen an die Offenheit von Standards und eine Klassifizierung von ODF als Dokumentenaustauschformat. Auch in Frankreich empfiehlt ein Regierungsbericht die Verwendung von ODF.

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Von
  • Oliver Diedrich

Das Bundesinnenministerium hat Version 3.0 des SAGA-Standards veröffentlicht (PDF-Datei). SAGA definiert Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen. Zu den Neuerungen gegenüber der letzten Version 2.1 gehören Mindestanforderungen bezüglich der Offenheit von Standards zur Aufnahme in SAGA: Der Standard muss allgemein zugänglich sein, bei der Verwendung fallen keine Lizenzgebühren etwa für Patente an, die Verwendung muss für die Verwaltung und die Nutzer ihrer Dienstleistungen uneingeschränkt und auch in Zukunft möglich sein.

Als Austauschformat für Texte, Tabellen und Präsentationen wird erstmals das Open Document Format (ODF) aufgeführt. Neben der traditionellen Mehrschichtenarchitektur wird jetzt auch das Konzept der Service Oriented Architecture (SOA) betrachtet. Themen wie Geodienste, Langzeitarchivierung und Authentisierung sind hinzugekommen, andere wie Verschlüsselungsverfahren werden stärker berücksichtigt.

Ein französischer Regierungsbericht geht noch einen Schritt weiter und empfiehlt, die Verwendung von ODF verbindlich in der Verwaltung vorzuschreiben. Auch bei den europäischen Partnern solle stärker auf die Verwendung von offenen Standards gedrängt werden. Zudem rät der Autor des Berichts, der Abgeordnete Bernard Carayon, zum stärkeren Einsatz freier Software aus Gründen der Sicherheit und Wirtschaftlilchkeit. (odi)