Neue Lektüre für mündige Bürger

RFID, das Vermeiden von Datenspuren und Datenkraken sind Themen von teilweise kostenlos erhältlichen neuen Broschüren und Büchern.

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Von
  • Detlef Borchers

"Die cleveren Dinge für überall – oder wir im Netz der Dinge?" heißt eine Broschüre, die das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) veröffentlicht hat. Auf 64 Seiten informiert die Broschüre über die RFID-Technik und den Einsatz dieser Technik. Das Spektrum der Beiträge reicht von wissenschaftlichen Aufsätzen über RFID-bezogene Angstszenarien bis zur Vorstellung einer Unterrichtseinheit für den Informatik- oder Technik-Unterricht in den Schulen.

Die Broschüre entstand aus dem Selbstverständnis des FIfF, dass Informationstechnik im Dienst einer lebenswerten Welt steht. Nach einer Broschüre über die Chancen und Risiken der elektronischen Gesundheitskarte ist dies die zweite der kritischen Informatiker, die sich an ein allgemeines Publikum richtet. Die gedruckte Broschüre kostet 3,50 Euro bei einer Bestellung beim FIfF, alternativ gibt es ein PDF zum Download.

Mit "Datenschutz für Verbraucher" ist eine Broschüre in Neuauflage erhältlich, die von dem Bundesverband der Verbraucherzentralen, der schleswig-holsteinischen Verbraucherzentrale und dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig Holstein herausgegeben wird. Die Broschüre erklärt auf 168 Seiten mit zahlreichen Alltagsbeispielen, wie Verbraucher Datenspuren vermeiden und ihre Datenschutzrechte wahrnehmen können. Datenschutz für Verbraucher kostet 4,90 Euro und kann im Ratgebershop des Bundesverband Verbraucherzentrale bestellt werden.

Vor der anstehenden Verleihung der deutschen Big Brother Awards ist das 13,90 Euro teure Schwarzbuch Datenschutz erschienen, in dem viele Preisreden aus den vergangenen Jahren abgedruckt sind. Zahlreiche Laudationes von bekannten Datenkraken dokumentieren, wie sich die Wir-Wollen-Alles-Über-Sie-Wissensgesellschaft entwickelt.

Zu seiner Jahrestagung, die sich kritisch mit dem Informatikjahr 2006 befasst, richtet das FIfF einen Fotowettbewerb aus, bei dem Fotos von der "anderen Seite" der Informatik eingereicht werden können. Informatiker und mündige Bürger sind aufgefordert, Bilder einzureichen, die die Wirkung von Informatik abseits der schicken Messestände und Powerpoint-Präsentationen zeigen. (Detlef Borchers) / (anw)