Bericht: Medion plant Stellenabbau
Nach Millionen-Verlusten will der angeschlagene Elektronikhändler offenbar auch bei den Arbeitskosten sparen; betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.
Der angeschlagene Elektronikhändler Medion will die Kosten senken und setzt dabei offenbar auch auf einen Abbau von Arbeitsplätzen. Wie die Finanzzeitung Euro am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise in ihrer kommenden Ausgabe berichtet, plant Medion Stellenstreichungen "im Rahmen der natürlichen Fluktuation". Danach sollen befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert und frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Wie viele Arbeitsplätze abgebaut werden sollten, sei nicht bekannt, betriebsbedingte Kündigungen solle es aber nicht geben.
Bei Medion arbeiten derzeit rund 1500 Menschen. Das Unternehmen liefert Computer und Unterhaltungselektronik an Handelsketten und den Discounter Aldi. Erst vergangene Woche hatte Medion eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang von 2 auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro und rechnet für das Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 60 Millionen Euro. (vbr)