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Wexler Flex One: Reader mit flexiblem Display

Das russische Elektronik-Unternehmen Wexler zeigt auf der IFA seinen E-Book-Reader Flex One mit flexiblem E-Ink-Display von LG.

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Von
  • Achim Barczok

Der Flex One von Wexler ist kein Me-Too-Produkt: Mit seinem flexiblem E-Ink-Display bietet er derzeit unter den E-Book-Readern ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Das von LG entwickelte Display basiert auf dem kontrastreichen E-Ink Pearl und ist aus Polymeren gefertigt, LG nennt die Technik "Electronic Paper Display", kurz EPD.

Der russische Elektronikhändler präsentiert den im Juni vorgestellte Reader auf der IFA als besonders robustes Gerät und lässt ihn beispielsweise vor Publikum auf den Boden fallen oder biegt das Display samt Gehäuse munter in alle Richtungen. Damit nimmt sich Wexler beziehungsweise LG einer der häufigsten Defekt-Ursachen der E-Book-Reader an: Die starren Displays von Kindle und gehen allzu schnell kaputt, wenn man sie ohne Hülle in einen vollgepackten Rucksack zwängt oder mal aufs Asphalt fallen lässt.

Wexler Flex One (4 Bilder)

Wexler Flex One

Das geschwungene Design vom Wexler Flex One fällt auf. (Bild: Hannes Czerulla)

Nicht nur die Technik, auch das Gehäusedesign des Flex One ist ungewöhnlich. Zur Unterstreichung der Displayeigenschaften hat Wexler die Frontseite konkav gebogen. Im Bereich des Displays ist das Gehäuse nur sehr schmale 4 Millimeter dünn, der Unterteil mit Steuertasten und Elektronik ist dafür etwa drei mal so dick. Durch diese unproportionale Form und Verteilung des Gewichts liegt das Gerät für einen E-Book-Reader ungewöhnlich in der Hand. Das könnte im Lesealltag aber das leichte Gewicht wettmachen: Der Flex One wiegt nur 110 Gramm, 60 Gramm weniger als der Kindle.

Das Display zeigt einen guten Kontrast und ist dank 1024 × 768 Pixeln auf 6 Zoll Diagonale schärfer als die meisten erhältlichen Reader (212 dpi). Der mit 8 GByte für einen Reader ziemlich große Flashspeicher, lässt sich über microSD-Speicherkarten erweitern. Ansonsten ist die Ausstattung mager: Ein WLAN-Modul zum kabellosen Bücherkauf hat er ebensowenig wie einen Touchscreen, die Bedienung erfolgt allein über die mechanischen Tasten. Als E-Book-Formate unterstützt der Reader unter anderem Epub, PDF, DOC, HTML und TXT, kommt aber ersten Reviews zufolge nicht mit dem Kopierschutz Adobe DRM zurecht – was theoretisch aber über ein Software-Update nachgereicht werden könnte.

Die schicke geriffelte Plastikrückseite gibt es in 6 Farben: grau, schwarz, rosa, lila, rot und blau. In Russland ist der Reader bereits im Handel, hierzulande scheint das Unternehmen bisher noch keinen Vertriebspartner das Gerät gefunden zu haben, das 200 Euro kosten soll. (acb)