Converge soll für flüssiges Fahren sorgen

Eine ganze Reihe von Unternehmen hat sich für das Forschungsprojekt Converge zusammengeschlossen. Darin sollen verschiedene Systeme zur technologieübergreifenden Vernetzung von Fahrzeugen zusammengeführt werden.

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Von
  • Detlef Borchers

Firmen aus der Automobilindustrie, der Elektronik-, Telekommunikations- und Softwarebranche haben zusammen mit dem Bundesamt für Straßenwesen und dem Straßenverkehrsamt Frankfurt das Forschungsprojekt Converge gestartet. Der Begriff steht für "Communication Network Vehicle Road Global Extension" und setzt die Forschungen fort, die mit SimTD begonnen wurden. Car2X-Systeme, intelligente Verkehrsmanagement-Systeme (IVS) und Mobilfunknetze sollen zu einem Informationshub rund ums rollende Vehikel zusammengekoppelt werden. Es geht darum, mehr Sicherheit und Umweltfreundlichkeit zu schaffen und Staus zu vermeiden. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium mit 18 Millionen Euro gefördert und soll bis 2015 laufen.

Das Car2X-Projekt im Frankfurter Raum ist erst vor kurzem in seine Praxisphase gegangen. Dabei geht es zum Beispiel um Funktionen wie unmittelbare Warnungen vor Gefahrenstellen, bevor ein Autofahrer diese sehen kann. simTD lässt sich als eine Art Teilmenge von Converge betrachten, wie heise Autos auf Nachfrage im Converge-Projektbüro erfuhr.

Die Converge-Projektleitung liegt bei der Forschungsgruppe Verkehrstelematik (FGVT) an der saarländischen Hochschule für Technik und Wirtschaft. Unterschiedliche Netze und Informationsverbände sollen so gekoppelt werden, dass ein Systemverbund rund um den Verkehrsfluss entsteht, in dem alle Informationen je nach Bedarf von allen transportiert werden. "Als Vorlage für kooperative Systeme des Intelligenten Verkehrs in einem dynamisch erweiterbaren Systemverbund dient das Internet, in dem Strukturen dezentral verteilt und alle Beteiligten gleichberechtigt sind", erklärt Projektleiter Horst Wieker von der FGVT das Vorhaben. Offene Standards und Interoperabilität seien hier von strategischer Bedeutung.

Neben der FGVT und den Straßenbehörden sowie Hessen Mobil sind die Adam Opel AG, BMW Forschung und Technik sowie die Volkswagen AG als Autohersteller beteiligt, dazu kommen die Firmen Robert Bosch, Ericsson, PTV und Vodafone als mobile Informationsspezialisten sowie die Fraunhofer-Institute AISEC und FOKUS. In Zusammenarbeit mit Car2X-Forschungen soll das Converge-Projekt die Regeln erarbeiten, wie künftig unterschiedliche Verkehrsinstitutionen in abhängig von ihren Zuständigkeiten und Rollen länderübergreifend zusammenarbeiten sollten. Eine Website zum Projekt wird gerade aufgebaut. (mho)