Verteiltes WLAN-Switching

Der Netzwerkhersteller Trapeze Networks hat ein System vorgestellt, das Weiterleiten, Roaming und QoS-Behandlung in einem Funknetz verteilt und damit die Geschwindigkeit von WLAN-Diensten erhöhen soll.

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Von
  • Reiko Kaps

Der Netzwerkausrüster Trapeze Networks hat ein Switching-Modell für WLANs vorgestellt, das Informationen über Weiterleitung, Firewalleinstellungen und QoS-Daten auf mehrere Geräte verteilt. In einem zentral verwaltetem Funknetz übernimmt ein Switch die Weiterleitung, organisiert das Roaming der WLAN-Clients und andere Verwaltungsaufgaben. Dabei können schnell große Datenmengen anfallen, die das Gerät verarbeiten muss: Rechnerisch erzeugen 50 angeschlossene Access-Points (AP), die per 802.11g mit netto 20 MBit/s funken, rund ein GBit Datenverkehr pro Sekunde.

Das neue Smart Mobile System soll diese Datenmenge und damit auch deren Verarbeitung auf mehrere Geräte verteilen. Auch Verwaltungsaufgaben wie das Roaming der WLAN-Clients oder die Dienstegüte (QoS) sollen so dezentralisiert werden – Trapeze will damit den Flaschenhals eines zentralen Funk-Controllers umgehen. Nach Ansicht des Herstellers lässt sich auf diese Weise sowohl die Transportgeschwindigkeit für Dienste wie VoWLAN (Voice over WLAN) als auch die Anzahl möglicher Benutzer in diesen Netzen steigern. Nach Herstellerangaben ist diese Lösung auch für den kommenden WLAN-Standard 802.11n vorbereitet. (rek)