Intels Entwickler-Tools unterstĂĽtzen neue MIC-Architekturen

Parallel Studio XE 2013 und Cluster Studio XE 2013 enthalten Tools fĂĽr C/C++- sowie Fortran-Entwickler und unterstĂĽtzen sowohl die neuen MIC-Prozessoren Xeon Phi sowie die Mikro-Prozessoren Ivy Bridge und Haswell.

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Von
  • Alexander Neumann

Intels Softwareabteilung hat neue Versionenvon Parallel Studio XE und Cluster Studio XE angekĂĽndigt. Sie werden jetzt mit der Jahreszahl 2013 angepriesen, das XE steht fĂĽr Extreme Edition. Die beiden Werkzeugsammlungen zum Entwickeln von Shared-Memory- (Parallel Studio XE) beziehungsweise HPC-Programmen (Cluster Studio XE) sind im Fall von Parallel Studio sofort oder werden im vierten Quartal 2012 (Cluster Studio) verfĂĽgbar sein.

Sie sind aus dem Plug-in für Microsofts Entwicklungsumgebung Parallel Studio hervorgegangen, das Intel 2010 auf den Markt gebracht hatte, allerdings offenbar nicht berücksichtigter beliebter Intel-Werkzeuge nicht den erhofften Erfolg brachte. Deswegen hatte Intel schon rasch die Extreme Editions um die bewährten und neuen Features (etwa Fortran-Unterstützung und Optimierungswerkzeuge wie VTune Analyzer) erweitert. Windows-Entwickler werden sie wohl aus Microsofts IDE heraus nutzen, Linux-Entwickler können sie als eigenständige Anwendungen verwenden. Für Mac OS X gibt es Compiler und Bibliothekenkomponenten, die sich als Add-ons in Apples Entwicklungsumgebung Xcode nutzen lassen.

Die in den neuen Paketen enthaltenen Tools für C/C++- sowie Fortran-Entwickler und unterstützen sowohl gegenwärtige als auch nächste Generationen von Intels Prozessoren, darunter die neuen MIC-Prozessoren (Many Integrated Core) Xeon Phi sowie die Mikro-Prozessoren Haswell (für 2013 erwartet) und Ivy Bridge (seit Frühjahr 2012 erhältlich). Des Weiteren warten die Pakete mit neuen Versionen von Intels Compilern auf, diese laufen nun unter der Versionsnummer 13 und unterstützen viele neue Features der Sprachstandards C++11 und Fortran 2008 (etwa Coarrays).

Intel verspricht eine verbessertes Verhalten der Bibliotheken und Spracherweiterungen (Cilk Plus, Threading Building Blocks, OpenMP, OpenCL), eine geringere CPU-Auslastung und im Falle von Cluster Studio XE eine MPI-Bibliothek (Message Passing Interface) mit besserer Fehlertoleranz und erweiterten Parallelisierungsmöglichkeiten. Außerdem werden nun wohl auch Anwendungen unterstützt, bei denen gewisse Komponenten in Java geschrieben sind.

Bislang konnten Softwarearchitekten mit dem in den Paketen enthaltenen Design-Werkzeug Advisor XE (früher Parallel Advisor) allein das Parallelisierungspotenzial bei C/C++-Anwendungen identifizieren. Nun unterstützt es auch C#- und Fortran-Applikationen. Zudem ist das Tool erstmals für Linux-Systeme verfügbar. Es kann nun auch als eigenständige Anwendung genutzt werden, die editorunabhängig beim Aufspüren des Parallelisierungspotenzials helfen soll.

Siehe dazu auch auf heise Developer:

(ane)