IFA
Bitte lächeln: Kameras mit "Smile Shutter"
Die Top-Kompaktmodelle von Sony und Olympus sind mit einer Bitte-Lächeln-Automatik ausgestattet, die ein Bild erst dann auslöst, wenn das erkannte Gesicht auch einen freundlichen Ausdruck zeigt.
Eher lange Gesichter gab es auf der IFA sowohl bei Sony als auch bei Olympus, als beide Firmen wechselseitig feststellen mussten, dass sie mit ihrer erweiterten Gesichtserkennung nicht die Einzigen sind. Die Top-Kompaktmodelle der Hersteller sind mit einer Bitte-Lächeln-Automatik ausgestattet, die ein Bild erst dann auslöst, wenn das erkannte Gesicht einen freundlichen Ausdruck zeigt.
Bei Sonys T-Modellen kann man sogar die Griesgrämizität in drei Stufen einstellen, sodass bei latent Übellaunigen schon ein flüchtiger Anflug von Fröhlichkeit genügt. Bei mehreren Personen im Bild löst die Kamera nur aus, wenn die über den Touchscreen ausgewählte Hauptperson lächelt. Auch Selbstauslöserfotos sollen mit dieser Funktion erleichtert werden: Dank Smile Shutter kann der Selbstauslöser mit einem "Lächeln auf Befehl" automatisch gesteuert werden.
Die neuen T-Modelle – beide mit 8-Megapixel-Sensor – zeichnen sich durch ein großes berührungsempfindliches LC-Display im 16:9-Format aus, über das sämtliche Kamerafunktionen gesteuert werden. Die knapp 400 Euro teure Cyber-shot DSC-T200 ist mit einem 3,5-Zoll-LCD ausgestattet, die T70 mit einem 3-Zoll-Bildschirm; sie ist damit 100 Euro billiger. Eine Antireflex-AR-Beschichtung soll das Betrachten sogar im hellen Sonnenlicht ermöglichen.
Mit einem optional erhältlichen Komponentenkabel oder der Docking Station CSS-HD1 können alle aufgenommenen Bilder in Full HD auf einem HD-ready-Fernseher angezeigt werden. Zusätzlich lässt sich die Diashow mit MP3-Musik oder vier vorgefertigten Stücken unterlegen. Die Videofunktion unterstützt allerdings nur VGA-MPEGs (640 × 480, 30fps). Die optische Bildstabilisierung Super SteadyShot wird von einer maximalen Empfindlichkeit von ISO 3200 unterstützt.
Bei Olympus sind die neuen Modelle µ1200 (12 Megapixel, Dreifachzoom) und SP-560 UZ (8 Megapixel, Weitwinkel-18-fach-Zoom) mit der hier "Smile Shot" genannten Lächeln-Erkennung ausgestattet. Das schwarze Metallgehäuse der kompakten µ1200 ist wetterfest und staubdicht. Mit ihrem "Face Focus"-Effekt lassen sich aufgenommene Porträts noch in der Kamera kunstvoll in Szene setzen: Dabei wird der Hintergrund unscharf abgebildet, wie man es von weit öffnenden Teleobjektiven kennt. Die "Shadow Adjustment Technology"
soll die Belichtung von Aufnahmen mit dunklen Bereichen verbessern.
Bei der Superzoom-Kamera SP-560 UZ gefällt vor allem der schon bei 27 mm (entsprechend KB) beginnende Brennweitenbereich, der erst bei 486 mm endet. Im Unterschied zur µ1200 ist die SP-560 mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet, außerdem ist das Zoom recht lichtstark (f1/2,8 bis f1/4,5) und erlaubt Makroaufnahmen ab 1 cm Entfernung. (cm/c't)/