Ältestes Foto der Welt in Mannheim zu sehen
Joseph Niépce ist 1826 die erste Fotografie auf einer beschichteten Zinnplatte gelungen. Die Spur der Aufnahme war lange verloren. Nun ist das Werk wieder nach Europa zurückgekehrt.
- dpa
Das älteste Foto der Welt ist ab Sonntag nach 50 Jahren erstmals wieder in Europa zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung "Die Geburtsstunde der Fotografie – Meilensteine der Gernsheim-Collection" zeigen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen das Werk mit dem Titel "Der Blick aus dem Fenster in Le Gras".
(Bild: Joseph Nicéphore Niépce, 1826 (Reproduktion Helmut Gernsheim)Historische Gernsheim-Collection / Harry Ransom Center, The University of Texas at Austin)
Die Aufnahme war dem Franzosen Joseph Nicéphore Niépce 1826 auf einer beschichteten Zinnplatte gelungen. Wie ein Museumssprecher am Donnerstag erklärte, zeigt die Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages des Foto-Pioniers Helmut Gernsheim dessen Sammlungen.
Niépce war die Anerkennung für sein Werk lange verwehrt geblieben. 1898 in London ausgestellt, verlor sich über 50 Jahre die Spur der ältesten Fotografie. Als Erfinder der Fotografie galt Niépces späterer Partner Louis Daguerre mit einer Aufnahme von 1839. Sammler Helmut Gernsheim entdeckte 1952 Niépces Aufnahme wieder. 1961 wurde das Bild zum letzten Mal in Europa ausgestellt. Nun ist es bis zum 6. Januar in Mannheim zu sehen, bevor es in die USA zurück reist.
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(ssi)