Frankreich: Vier Millionen Glasfaser-Internetzugänge bis 2012
Nach dem Willen des französischen Industrieministers François Loos sollen rund vier Millionen Haushalte des Landes bis 2012 an das Glasfaser-Breitbandnetz angeschlossen werden, sagte der Minister auf dem Broadband World Forum Europe in Paris.
Der französische Industrieminister François Loos will, dass bis 2012 vier Millionen Haushalte in Frankreich an das Glasfaser-Breitbandnetz (Fiber to the home, FTTH) anschlossen werden, sagte er am Montag in der Eröffnungsrede des Broadband World Forum Europe in Paris. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen seiner Meinung nach einige Probleme aus dem Weg geräumt werden. Vor allem müssen sich lokale Behörden, Hausbesitzer und Netzbetreiber über die Nutzung der Kabelschächte einigen, in denen die Glasfaserkabel verlegt werden. Verhandlungen hätten aber bereits begonnen, sagte er.
Im Gegensatz zur Kombination mit VDSL benötigen die Netzbetreiber bei FTTH nur eine Transporttechnik werden nicht durch die Qualität der einzelnen Kupferleitungen eingeschränkt. VDSL nutzt das Prinzip "Fiber to the curb" (FTTC) – die Glasfaserleitungen reichen bis zum "Straßenrand". Von dort liefert es die Daten per Kupferkabel in die Haushalte.
Nach Ansicht von Didier Lombard, Vertreter der France Télécom und zweiter Sprecher auf dem Broadband World Forum, werde sein Unternehmen das Ziel des Ministers noch übertreffen. Das Unternehmen betreibt bereits seit Juli 2006 ein FTTH-Versuchsnetz mit 100 Haushalten in und um Paris. Die Anschlüsse leisten mit GPON (Gigabit Passive Optical Network) bis zu 2,5 Gigabit/s Downstream und bis zu 1,5 Gigabit/s im Upstream.
Auch der Konkurrent Iliad hat angekĂĽndigt, in das Glasfasernetz rund eine Milliarde Euro bis zum Jahr 2012 zu investieren. Sein Tochterunternehmern Free werde ab kommenden Juni die ersten Haushalte an das Glasfasernetz anbinden, sagte das Unternehmen. (rek)