Mobilkom Austria startet VoIP-Test

Bei Mobilkoms A1 over IP sind die Tester am PC nicht nur unter einer SIP-Adresse, sondern parallel auch unter ihrer A1-Mobilfunkrufnummer erreichbar.

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Der österreichische Mobilfunk-Marktführer Mobilkom Austria startet am heutigen Mittwoch einen Voice-over-IP-Test namens A1 over IP. Die ersten tausend A1-Kunden, die einen SIP-Client für Windows 2000/XP von der A1-Website herunterladen, können zumindest bis Jahresende an dem Feldversuch teilnehmen. Sie sind dann am PC nicht nur unter einer SIP-Adresse, sondern auch unter ihrer A1-Mobilfunkrufnummer erreichbar. Ein unter der Handynummer eintreffender Anruf kann also entweder am PC oder am Handy angenommen werden ("parallel läuten"). Im Ausland kann das Roaming-Gebühren sparen helfen. Bei ausgehenden Verbindungen scheint beim Angerufenen die A1-Rufnummer des Anrufers auf, was nicht unterdrückbar ist.

Nächstes Jahr soll A1 over IP zu einem Regelprodukt werden. Instant Messaging und Videoverbindungen sind schon jetzt möglich, später soll auch eine SMS-Funktion eingebaut werden. Tarife und Taktungen stehen noch nicht fest, aber Gespräche zwischen den SIP-Clients der A1-over-IP-Nutzer sollen jedenfalls gratis sein. Auch SIP-Verbindungen zu anderen Anbietern, die per Eingabe der SIP-Adresse initiiert werden, sollen nicht verrechnet werden. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Verbindungen zu VoIP-Telefonnummern (0720, 0780) werden auch in Zukunft zum Apothekerpreis abgerechnet. Bezahlt wird stets über die herkömmliche Mobilfunkrechnung.

Während des Feldtests können die VoIP-User monatlich 200 Minuten gratis zu österreichischen Rufnummern (außer Mehrwertrufnummern 081x, 082x, 09xx) telefonieren. Für den Aufbau der notwendigen Datenverbindungen empfiehlt der Netzbetreiber seine HSDPA-Datenkarten, aber auch die Nutzung beliebiger anderer Breitband-Anschlüsse ist möglich. Die SIP-Adressen bestehen aus dem a1.net-Usernamen, gefolgt von "@a1.net". Theoretisch kann auch ein anderer SIP-Client eingesetzt werden, wofür die Mobilkom aber keinen Support gewährt. Somit können auch Computer mit anderen Betriebssystemen sowie Smartphones verwendet werden.

Aufs Internet, aber ohne VoIP, setzt Konkurrent One mit dem neuen Tarif 4 zu 0 PRO. Für 40 Euro monatliche Grundgebühr kann damit am Handy "unbegrenzt" (Fair Use) gemailt und im Internet gesurft werden – die Verwendung als PC-Modem und für VoIP ist jedoch ausdrücklich verboten. Telefonate zu One, Yesss, ins österreichische Festnetz und in ein österreichisches Mobilfunknetz der Wahl sind gratis. SMS kosten neun Cent, das Gleiche wird für eine Gesprächsminute in die nicht enthaltenen Mobilfunknetze verlangt (Taktung 60/30). (Daniel AJ Sokolov) / (jk)