Ericsson erwartet weiteres Mobilfunkwachstum
Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson konnte seine Marktanteile als Ausrüster für Mobilfunknetze weiter ausbauen; der Vorsteuergewinn blieb aber trotz des besten Ergebnisses der Firmengeschichte leicht hinter den Erwartungen zurück.
Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat im vierten Quartal 2005 mit einem Nettogewinn von 8,5 Milliarden Kronen (920 Millionen Euro) das beste Ergebnis seiner Geschichte eingefahren. Es lag um 52 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresresultat – allerdings hatten die Börsen einen höheren Vorsteuergewinn als die ausgewiesenen 10,1 Milliarden Kronen (1,09 Milliarden Euro) erwartet. Ericsson erreichte eine Umsatzsteigerung gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs um 16 Prozent auf 45,7 Milliarden Kronen (4,95 Milliarden Euro).
Der Jahresgewinn betrug nach den Angaben von Ericsson 24,3 Milliarden Kronen (2,6 Milliarden Euro), ein Plus von 29 Prozent. Konzernchef Carl-Henric Svanberg sagte, Ericsson habe ein weiteres gutes Jahr hinter sich mit starkem Wachstum; man baue auch die Marktanteile weiter aus. Das Wachstum bei neuen Mobilnetzen werde auch in diesem Jahr anhalten. Ericsson ist weltweit der größte Lieferant von Infrastruktur für Mobilfunknetze.
Im Bereich "Systeme" konnte allein die Sparte "Mobile Netzwerke" eine Umsatzsteigerung um 15 Prozent im Gesamtjahr und von 16 Prozent im vierten Quartal erreichen, die Dienstleistungen (Netzwerkinstallation und -wartung) wuchsen um 29 Prozent im gesamten Geschäftsjahr und um 38 Prozent im vierten Quartal. Aus dem Handy-Jointventure Sony Ericsson, das 51,2 Millionen Handys im Jahr 2005 verkaufen konnte, verbuchte Ericsson für das Gesamtjahr einen Gewinnanteil von 2,3 Milliarden Kronen (249 Millionen Euro) in den eigenen Bilanzen. (jk)